Würzburg

Trickdiebstahl in Würzburg gescheitert

Symbolbild Polizei Foto: Björn Kohlhepp

Zwei mutmaßliche Trickdiebinnen hat die Polizei am Dienstagmittag in Würzburg vorläufig festgenommen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Unterfranken stehen die zwei Frauen aus Italien im Verdacht, als reisende Täter Diebstähle in Bayern und Österreich begangen zu haben. Die beiden Tatverdächtigen sitzen inzwischen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg in Untersuchungshaft. 

Die 29 und 52 Jahre alten Frauen kamen am Dienstagvormittag, kurz vor 11.30 Uhr, in ein Antiquitätengeschäft in der Würzburger Innenstadt. Laut Zeugenangaben verwickelte die ältere Dame den Ladenbesitzer in ein längeres Gespräch. Die jüngere Frau wollte diese Gelegenheit offenbar nutzen, um eine wertvolle Uhr aus dem Geschäft zu entwenden. Der Ladenbesitzer bemerkte den Diebstahlversuch jedoch und blockierte sofort die Ausgangstür.

Verdächtige wollte Uhr im Wert von 12.000 Euro stehlen

Auf die Tat angesprochen händigte die 29-Jährige die Uhr im Wert von etwa 12.000 Euro wieder aus, die sie zuvor eingesteckt hatte. Beamte der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt nahmen die beiden Beschuldigten vorläufig fest. Möglicherweise waren zwei noch unbekannte Männer in den Diebstahlsversuch verwickelt. Sie hatten den Ladenbesitzer zwischenzeitlich mehrfach aufgefordert, nicht die Polizei zu rufen.

Laut Zeugenangaben waren die Unbekannten etwa 70 Jahre alt und 170 und 190 Zentimeter groß. Sie hatten sich bereits vor Eintreffen der ersten Streifenbesatzung in unbekannte Richtung entfernt. Fahndungsmaßnahmen verliefen ergebnislos.

Ähnliche Diebstähle im Allgäu und in Österreich

Im Zuge der folgenden Ermittlungen wurden zwei ähnliche Diebstähle in Bayern und Österreich bekannt, die sich im Laufe des Montags ereignet hatten. Aus Geschäften in Memmingen und Dornbirn waren Gegenstände im Gesamtwert von über 100.000 Euro entwendet worden. Die in Würzburg festgenommen Frauen stehen im Verdacht, auch für diese Fälle verantwortlich zu sein.

Am Mittwoch wurden die Festgenommenen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der gegen das Duo Untersuchungshaft wegen des dringenden Verdachts des gemeinschaftlichen Diebstahls anordnete. Die Frauen wurden nach der Eröffnung der Haftbefehle in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Die noch andauernden Ermittlungen in dem Fall werden von der Kriminalpolizei Würzburg in Abstimmung mit der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt und der Staatsanwaltschaft geführt. Geprüft wird dabei auch, ob den Beschuldigten noch weitere Straftaten nachgewiesen werden können.

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