Veitshöchheim

Trockenheit: Was Hobbygärtner jetzt dringend beachten müssen

In Unterfranken fällt in diesem April viel zu wenig Regen. Die Dürre hat negative Auswirkungen auf Pflanzen und Boden. Was Hobbygärtner jetzt unbedingt beachten müssen.
Ist die Saatrille sehr trocken, sollte sie auf jeden Fall angefeuchtet werden.
Ist die Saatrille sehr trocken, sollte sie auf jeden Fall angefeuchtet werden. Foto: Franziska Gabbert/dpa

Blauer Himmel, Sonnenschein und kaum Regen – was Spaziergänger freut, bereitet Gärtnern inzwischen ernsthafte Sorgen. Es gibt jedoch einige simple Kniffe, mit denen Hobbygärtner ihre Pflanzen gut durch die Dürreperiode bringen können. Was Experten Hobbygärtnern jetzt dringend raten.

Was beim Gießen beachtet werden sollte

Gegossen werden sollte laut Isolde Karl-Vierheilig von der Bayerischen Gartenakademie der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim (LWG) weniger oft, aber durchdringend, besonders bei Neupflanzungen und Pflanzungen vom letzten Herbst, damit die Wurzeln in tiefere und feuchtere Schichten gelangen. Wasser bräuchten jetzt vor allem immergrüne Pflanzen, in Blüte stehende Stachel- und Johannisbeeren, blühende kleine Obstbäume, Erdbeeren und neu angesäter Rasen.

Worauf es bei Gehölzen ankommt

Man könnte meinen, dass junge Bäume und Sträucher nur wenig Wasser brauchen, weil sie noch so klein sind. Doch gerade bei jungen Gehölzen ist regelmäßiges und intensives Gießen ausgesprochen wichtig, so Wolfgang Groß vom Bundesverband Garten- und Landschaftsbau (BGL). Ein typischer Gießfehler sei es auch, nur oberflächlich zu wässern. Denn so gewöhnten sich die Pflanzen daran, weiter oben im Erdreich gut an Wasser zu kommen. Laut Isolde Karl-Vierheilig von der LWG bieten sich hier "Wassersäcke" an, die ihr Wasser langsam abgeben.

So kann der Rasen vorm Austrocknen bewahrt werden

Eine dünne Auflage von Sand oder Blumenerde verhindert laut Isolde Karl-Vierheilig ein schnelles Austrocknen der Saat. Hobbygärtner sollten sich aber fragen, ob sie unbedingt einen englischen Rasen brauchen, der auch zukünftig sehr viel Wasser benötigt. "Es kommt nur auf die richtige Zeit und die richtige Menge an", betont hingegen der Würzburger Gärtnermeister Jürgen Herrmannsdörfer. So liege die richtige Zeit zwischen drei und vier Uhr Morgens, weil da der Boden maximal ausgekühlt und die Verdunstung am niedrigsten sei.

Worauf es beim Gemüse ankommt

Wurzelgemüse oder Gemüse mit rübenartigen Wurzeln wie Mangold dringt laut Isolde Karl-Vierheilig tiefer in die Erde ein und könne besser Wasserreserven nutzen. Kartoffeln hingegen fänden bei einer Ablegetiefe von etwa zehn Zentimetern im Boden ausreichend Feuchtigkeit zum Keimen.

Das sollte beim Aussähen beachtet werden

Beim Säen und Gießen verkrustet der Boden oft, wie Karl-Vierheilig erklärt. So kämen die Keimlinge schlecht durch die Erde. Besser sei, vor dem Ausstreuen des Saatgutes den Boden wässern und dann die Saatrillen mit alter Blumenerde zu bedecken.

Warum richtiges Mulchen helfen kann

Mulchen fördert das Leben im Boden und schützt ihn vor Austrocknung und Nachtfrösten, so Karl-Vierheilig. Als Mulchmaterial eigne sich Rasenschnitt, immer dünn und möglichst aufgewelkt, später auch Stroh oder gehäckseltes Laub vom Vorjahr.

Sonstige Tipps

Verkrusteter Boden sollte laut Isolde Karl-Vierheilig von der LWG nur oberflächig gehackt werden, Jungpflanzen wie Salat, Kohlrabi, Stauden mit Vlies abdeckt werden, der feucht hält und vor Sonne schützt. Topfpflanzen im Freien sollten in den Schatten gestellt werden, Boden sollte mit Kompost versorgt werden. Zudem gelte Humus als Wasserspeicher.

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