WÜRZBURG

Trotz Hitze: Würzburger bleiben Kiliani treu

Genuss für Auge und Ohr: Mitten ins Kiliani-Getümmel tuckerten die Oldtimer und setzten damit einen optischen Glanzpunkt. Foto: PATRICK WÖTZEL

120 Fahrzeuge beim Oldtimer-Treffen und zum Abschluss wie immer ein großes Feuerwerk: Nach 17 Tagen ist am Sonntag das Kiliani-Volksfest zu Ende gegangen. Über 800 000 Besucher kamen nach der städtischen Abschluss-Hochrechnung in diesem Jahr auf die Talavera. Auch wenn es kein Rekord-Kiliani war, haben alle Beteiligten am Sonntagnachmittag ein rundum zufriedenes Fazit gezogen.

„Trotz einiger Unwägbarkeiten wie Wetter und Fußball-WM war es ein tolles Fest mit viel Atmosphäre. Gerade der Besuch am letzten Wochenende trotz der Hitze spricht für Kiliani”, betonte Kommunalreferent Wolfgang Kleiner. Gegen 16 Uhr war der Platz bei bedecktem Himmel und angenehmen Temperaturen wieder gut gefüllt.

Drei Stunden zuvor waren es schöne Autos, Traktoren und Motorräder, die das Bild beherrschten: 120 Fahrzeuge und damit so viele wie noch nie hatten sich zum diesjährigen Kiliani-Oldtimer-Treff angemeldet. Gut die Hälfte von ihnen drehte mitten zwischen den Besuchern in Schrittgeschwindigkeit eine Runde über den Platz. Vom amerikanischen Straßenkreuzer bis hin zum klassischen Sportwagen aus Stuttgarter Produktion war alles geboten, das älteste Gefährt stammt aus dem Jahr 1915.

Für die städtische Volksfest-Chefin Hülya Düber war es das erste Kiliani. Sie war jeden Tag präsent und hatte sich dafür im Vorfeld gut ausgerüstet: Fünf verschiedene Dirndl hängen in ihrem Kleiderschrank, und es werden im nächsten Jahr wohl noch ein paar mehr werden. „Ich bin sehr froh, dass ich in diesem Fachbereich gelandet bin. Das ist der schönste Job der Welt. Ich habe viele Eindrücke gesammelt und schon sehr viele neue Ideen für das nächste Jahr”, sagte Düber, die im Festzelt den inoffiziellen Titel „Amtsfestwirtin” bekommen hat. Insgesamt geht Düber hochgerechnet von rund 820 000 Besuchern an den 17 Kiliani-Tagen aus: „...wenn es heute Abend zum Feuerwerk kein Gewitter mehr gibt“, sagte sie am späten Sonntagnachmittag.

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Kiliani Scooter Soccer Turnier

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Kiliani-Festzug 2014

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Die Schausteller hätten sich zwar insgesamt bessere Umsätze gewünscht, sind aber insgesamt mit dem Verlauf des Volksfestes zufrieden. „Am Wetter und an der Fußball-WM können wir sowieso nichts ändern, und man sollte den Erfolg eines Volksfestes nicht immer nur an Besucherzahlen und Umsätzen festmachen”, sagte Sprecher Heiner Distel: „In der zweiten Woche war der Besuch so, wie wir ihn uns wünschen. Stimmung und Atmosphäre waren sehr gut.“ Auch Festwirt Michael Hahn war zufrieden, zumal trotz der Hitze am Freitag- und Samstagabend das Zelt voll war.

„Die Menschenmassen waren bei den hohen Temperaturen schon beeindruckend. Daran kann man sehen, dass die Leute gerne hierher kommen. Es gibt kaum ein anderes Volksfest, auf dem ganz verschiedene Altersschichten so friedlich miteinander feiern. Das zeichnet Kiliani aus“, sagte Hahn.

Das kann Schaustellers-Sprecher Heiner Distel nur bestätigen: „In anderen Städten sind bei solchen Temperaturen die Festzelte leer. Die Würzburger sind hart im Nehmen.“

Heiß begehrt – einst und jetzt.
Eleganz auf vier Rädern
Ein bisschen Show, ein bisschen Mut . . .

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