WÜRZBURG

Trotz Marathon in die Innenstadt

Die Allerkleinsten laufen schon am Samstag im Ringpark ihre 500-Meter-Schleife. Die Voll-Marathonis sind am Sonntag auf zwei Runden 42,195 Kilometer durch mehrere Stadtteile unterwegs. Würzburg ist an diesem Wochenende beim 17. iWelt-Marathon in Bewegung. Und geht es nach Organisationsleiter Günter Herrmann, soll es nicht nur ein Fest für die Läufer, sondern für die ganze Stadt werden. Deshalb wurde auch in diesem Jahr wieder in die Stimmung investiert: 29 Bands sind an der Strecke verteilt und sollen den Läufern Beine und den Zuschauern gute Laune machen.

Für Autofahrer und Anlieger bringt der Marathon einige Einschränkungen und Veränderungen. Dennoch: „Die Leute kommen fast überall hin. Man muss nur wissen wie“, sagt Polizeihauptkommissar Fritz Schneider. Er hat im neunten Jahr die Gesamteinsatzleitung. Die 21-Kilometer-Schleife mit Start und Ziel vor dem Maritim führt wieder durch die Zellerau, das Mainviertel, Heidingsfeld, die Sanderau und die Innenstadt.
 

Hauptstart für den (Halb-)Marathon ist am Sonntag um 9 Uhr. Doch die Strecke muss schon ab 7.30 Uhr für den Verkehr gesperrt werden. Eine Vorsichtsmaßnahme. Denn die Veranstalter vom Stadtmarathon-Verein brauchen die Zeit bis zum Start für die Sicherung und Kontrolle der Strecke.

 
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Stellenweise Geduld nötig

Die führt gleich nach dem Start über die Schlachthof-Kreuzung (Röntgenring). Dieser Bereich samt Friedensbrücke ist von 8.45 Uhr bis circa 9.30 Uhr gesperrt, ebenso die Einheitsbrücke. In dieser Zeit empfiehlt sich die Main-Querung über die Löwenbrücke oder Adenauer-Brücke. Nachdem sie der letzte Läufer passiert hat, wird die Strecke im jeweiligen Quartier wieder freigegeben.
 

Seit Jahren haben Veranstalter, Polizei, Stadt und Rettungsdienste gemeinsam aufgetretene Problempunkte entschärft oder gar nicht erst entstehen lassen. Damit Autofahrer und Anlieger an ihre Ziele kommen, sind wieder Durchlass-Stellen eingerichtet: Hier stehen Polizisten oder Feuerwehrkräfte und die Strecke kann – wenn sie frei ist – auf Weisung überquert werden. „Die Autofahrer müssen nur Geduld haben und warten, wenn ein Läuferpulk kommt“, bittet Schneider um Verständnis.

Die Lücken zwischen den Läufern müssen groß genug sein. Schneider weiß um das hartnäckige Gerücht, dass beim Stadtmarathon die Innenstadt komplett abgeriegelt sei. „Das stimmt definitiv nicht“, sagt der Experte. So könne man grundsätzlich den Residenzplatz aus Richtung Ottostraße anfahren. Auch die City mit der Marktgarage ist fast durchgehend mit dem Auto zu erreichen.

Einsatzleiter Fritz Schneider.
Einsatzleiter Fritz Schneider. Foto: Jungbauer

Die Veitshöchheimer Straße ist nur von 7.30 bis circa 9.30 Uhr – vor und während der Startphase – stadteinwärts komplett gesperrt. Danach ist sie wieder in beide Richtungen frei. Über die Ludwigstraße gelangt der Autofahrer am Querungspunkt Mainfranken Theater ins Zentrum zu den Parkflächen am Paradeplatz und zur Marktgarage. Über Röntgenring/Koellikerstraße/Juliuspromenade und eine Durchlass-Stelle zum Mainkai erreichen Autofahrer die Kranen- und Marktgarage. Am Bruderhof werden die Sperrpfosten entfernt. Von der Augustinerstraße kommt man über einen Durchlass weiter in die Sanderstraße.
 

Seit Wochen ist die Laufstrecke ausgeschildert. Mittlerweile stehen die Halteverbote – manche gelten schon am Samstag ab 12 Uhr. Die Polizei bittet um Beachtung, „sonst muss abgeschleppt werden“, warnt Schneider.

Mit 100 Leuten sind wieder die Johanniter beim iWelt-Marathon dabei. Einsatzleiter Uwe Kinstle: „Wir sind mit dem Rettungsdienst in drei Minuten an jedem Punkt der Strecke.“ Er hofft auf wenig Arbeit am Sonntag. Bei Wärme hatten die Sanitäter schon 100 Einsätze am Marathontag, doch in den vergangenen Jahren war es dank optimaler Temperaturen sehr ruhig für die Sanitäter. Kinstles Tipp: „Viel und rechtzeitig trinken.“ Schon bei kleineren Beschwerden sollte der Lauf abgebrochen werden. Unterstützung bekommen die Würzburger Johanniter aus anderen Standorten sowie von BRK, Maltesern, Notfallseelsorge Würzburg und DLRG aus Gerbrunn.

 

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