Veitshöchheim

Über was die Industrie in Veitshöchheim redet

Beim Interessenaustausch mit der Gemeinde gab es für die 19 Firmenvertreter eine Fülle von Informationen. Doch wo drückt ihrer Meinung nach besonders der Schuh?
Zum Interessenaustausch von Bürgermeister Jürgen Götz kamen Vertreter von 19 Betrieben.
Zum Interessenaustausch von Bürgermeister Jürgen Götz kamen Vertreter von 19 Betrieben. Foto: Dieter Gürz

Zum dritten Interessenaustausch seit Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2014 hatte Bürgermeister Jürgen Götz kürzlich Unternehmen und Betriebe des zwischen Kaserne und Kreisstraße WÜ 3 liegenden Veitshöchheimer Industrie- und Gewerbegebietes eingeladen, von denen er 19 begrüßen konnte. Der Bürgermeister bezifferte 1200 Arbeitsplätze, die hier beheimatet sind. Dazu kämen noch die 1000 zivilen und militärischen Beschäftigten in der angrenzenden Balthasar-Neumann-Kaserne.

Das Treffen fand im neuen Casino der in der Benzstraße 11 ansässigen Firma Koenig & Bauer Coding (ehemals Metronic) statt. Deren Geschäftsführer German Stuis führte am Ende durch sein auf industrielle Kennzeichnungssysteme spezialisiertes Unternehmen. Gleich zu Beginn gab es als Highlight die Prädikatsauszeichnung von Veitshöchheim als "Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte als erste Landkreisgemeinde durch die IHK.

Das in drei Abschnitten 1971, 1979 und 1992 mit einer Gesamtgröße von 39,5 Hektar entstandene Gewerbegebiet wurde zuletzt um 8,5 Hektar in einem vierten Bauabschnitt erweitert. Von den 14 hier neu erschlossenen Baugrundstücken befanden sich zwölf im Gemeindebesitz mit einer Gesamtfläche von 5,5 Hektar, die aber laut Bürgermeister inzwischen alle vermarktet sind.

Betriebe aller Art

So wird es hier in Verlängerung der Schleehofstraße in den nächsten Monaten zu weiteren Ansiedelungen: das Logistikzentrum mit 25 Meter-Hochregallager der Firma Wegmann Automotiv, gegenüber das IT-Unternehmen Rockenstein AG mit einem überregionalem Rechenzentrum, das von der Maincenter-Chefin Andrea Mehlig geplante Ärztehaus, ein GaLaBau-Betrieb und ein Maler- und Verputzer-Betrieb.

Auf der Agenda des Treffens standen auch Verkehrsfragen. Besonders der Verkehr auf der täglich mit 15 000 Fahrzeugen auf der Kreisstraße WÜ 3 beschäftigt die Industrie. Nach Investition in zwei Ampelanlagen in Höhe der beiden Discount-Märkte baut nun der Landkreis von April bis Dezember diese Straße vom Kreisel am Netto-Markt bis Gadheim unter Vollsperrung aus. Höchst erfreulich für die Betriebe ist, dass an der Abzweigung nach Oberdürrbach ein Kreisverkehr errichtet wird, von dem auch ein Ast in die Gewerbegebietserweiterung führt. Der Bürgermeister will sich dafür einsetzen, dass vorab der Ast nach Oberdürrbach fertiggestellt wird und dadurch wenigstens die Oberdürrbacher nicht die ganze Zeit vom Gewerbegebiet und den Einkaufscentern abgeschnitten sind.

Viele Bauplätze sind vergeben

Weiter informierte Götz, dass die Gemeinde bislang im neuen Baugebiet Sandäcker 38 ihrer 67 Bauplätze vergeben hat. Die restlichen 29 seien nun freiverkäuflich auch an interessierte Firmenmitarbeiter. Vom Verkehr erheblich belastet wird das Gewerbegebiet am 13. Juni 2020 beim Tag der Bundeswehr in der angrenzenden Kaserne, zu der wie zuletzt 2016 20 000 Gäste erwartet werden.

Kreisentwicklungsreferent Michael Dröse informierte über die Wirtschaftsförderung des Landkreises Würzburg und bot den Unternehmen an, als Lotse Türen zu öffnen, um das eine oder andere Verfahren zu beschleunigen.

Madeleine Wohlfeil von der APG pries für die Mitarbeiter der Betriebe das Firmenabo und Ermäßigungen für Azubis an und Vorsitzender Günther Girster stellte die Ziele und Aktivitäten des Verkehrs-  und Gewerbevereins vor. Dann konnten auch die Firmenvertreter kundtun, wo ihnen der Schuh drückt. Die Wortmeldungen beschränkten sich auf die Glasfaser-Anbindung und 5G, zudem auf die Vermüllung durch übernachtende Lkw-Fahrer im Bereich der Schleehofstraße.

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