WÜRZBURG

US-Soldaten in Würzburg: Der große Kulturschock

Die 1970er holten Millionen von Träumern unsanft in die Realität zurück. Die Amerikaner kämpften in Vietnam und standen in Europa am Eisernen Vorhang. Über 15 000 US-Soldaten waren in Unterfranken stationiert.
Lautstark: Salutschüsse in Würzburg.
Bunt war das Völkergemisch, das ab 1945 mit der amerikanischen Besatzungsmacht nach Unterfranken kam. So reisten an: der „Yankee“ von der Ostküste der USA, Mexikaner vom Rio Grande, Cowboys mit deutschen Wurzeln aus dem Mittleren Westen, Holzfäller aus Alaska mit russischen Namen, Navajo- Indianer aus ihrem Reservat, Japaner aus Kalifornien, Italiener aus New York, Schwarze von den Baumwollfeldern des Südens. Es kamen Latinos aus Puerto Rico, Ureinwohner von Hawaii. Sie kamen von den amerikanischen Samoa-Inseln. Oder sie waren auf den Philippinen geboren oder auf Jamaica. So fand sich ein ...