UFFENHEIM

Umbau der Kläranlage kostet 2,64 Millionen

Für ein zusätzliches Belebungsbecken ist auf dem Gelände der Uffenheimer Kläranlage schon beim Bau Platz gelassen worden.
Für ein zusätzliches Belebungsbecken ist auf dem Gelände der Uffenheimer Kläranlage schon beim Bau Platz gelassen worden. Foto: Gerhard Krämer

Die drei Uffenheimer Ortsteile Langensteinach, Wallmersbach und Brackenlohr werden an die Uffenheimer Kläranlage angeschlossen, ebenso aus der Verwaltungsgemeinschaft die drei Gemeinden Markt Nordheim, Simmershofen und Weigenheim. Deswegen wird die Uffenheimer Kläranlage von derzeit 9500 auf 16 500 Einwohnerwerte ausgebaut.

Das Bauprojekt veranschlagte Diplom-Ingenieur Florian Lezius auf etwa 2,64 Millionen Euro, davon fließen von den „Abwassergästen“ rund 791 000 Euro zurück. Größte neue bauliche Anlage dabei ist ein zusätzliches Belebungsbecken, wofür schon beim Bau der Kläranlage Platz gelassen wurde. Nötig wird wegen des weichen Untergrunds eine Pfahlgründung.

Des Weiteren sind laut Lezius ein Durchlaufbecken, das eigentlich noch zur Kanalanlage gehört, zu sanieren, Pumpen auszutauschen, die Schaltanlage zu erneuern und für eine bessere Sedimentation des Schlammes zu sorgen. Der Verwaltungsausschuss empfahl dem Stadtrat die Zustimmung zum Bauentwurf für die wasserrechtliche Genehmigung.

Erneut beschäftigte sich der Verwaltungsausschuss mit dem Radweg von Brackenlohr nach Uffenheim entlang der Staatsstraße. Eigentlich sollte dieser im Zuge der dringend notwendigen Sanierung der Staatsstraße gebaut werden. Wann dies allerdings passieren wird, steht noch in den Sternen. Mittlerweile sind auch die drei Landtagsabgeordneten eingeschaltet worden. Der Stimmkreisabgeordnete Hans Herold hat nun mitgeteilt, dass der Radweg in Sonderbaulast von der Stadt gebaut werden könne. Dafür gebe es 70 Prozent Zuschuss, informierte Bürgermeister Wolfgang Lampe den Ausschuss. Aus dem Jahr 2010 liegt laut Stadtbaumeister Jürgen Hofmann eine Kostenschätzung in Höhe von 670 000 Euro vor. Mittlerweile dürften die Kosten wohl bei 850 000 Euro liegen.

Laut Bürgermeister Lampe ist der notwendige Grund erworben, auch das SAP-Gutachten sei vorhanden, ebenso steht in der Planung für 2019 Geld dafür im Investitionsplan.

Ortssprecher Richard Düll betonte die Notwendigkeit des Wegs aufgrund der Gefährlichkeit der Staatsstraße. Zudem könne man per Rad von Brackenlohr aus Richtung Taubertal gelangen. Wege seien vorhanden, man müsste sie nur ausschildern.

Einen Radweg von Würzburg über Ochsenfurt, Uffenheim, Brackenlohr, Simmershofen bis ins Taubertal hatte Bürgermeister Lampe als Ziel genannt, das so auch schon im Gespräch gewesen sei. Normalerweise hätte das Staatliche Bauamt Straße und Radweg komplett bezahlt, wobei der Grundstückserwerb auch hier von der Stadt hätte getragen werden müssen. Da es aber ungewiss ist, wann das Bauamt die Sanierung startet, empfahl der Ausschuss dem Stadtrat mit sechs gegen zwei Stimmen dem Bau des Radwegs in Sonderbaulast zuzustimmen.

Mit der Notunterkunft in der Ansbacher Straße in Uffenheim nahe das Ansbacher Tores beschäftigte sich der Verwaltungsausschuss. Eine Generalsanierung des Gebäudes wird auf 920 000 Euro geschätzt, wobei noch zusätzliche Kosten wegen der geforderten Barrierefreiheit hinzukämen. Ein Neubau einer Notunterkunft mit zwei Wohneinheiten in einer Stahlkonstruktion würde mindestens 100 000 Euro kosten, allerdings gibt es noch kein Grundstück. Einen Standort soll die Verwaltung nun aber vorschlagen.

Die Summe von fast einer Million Euro erschien den meisten Räten als zu hoch. Das Haus könnte auch Wohnraum für junge Familien in Uffenheim werden, eventuell könnte das Gebäude auch an einen Investor verkauft werden, hieß es im Ausschuss, da die gleichzeitige Nutzung als Wohnung und Notunterkunft als wenig attraktiv angesehen wurde.

Zustimmung gab es im Ausschuss auch zum Abriss des bestehenden Gebäudes und zum Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses in Welbhausen.

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