Gaubüttelbrunn

Umstrittene Anbau an Bürgerheim eingeweiht

Es ist geschafft: der umstrittenen Anbau an das Bürgerheim ist fertig. Foto: Christian Ammon

Die Planungen für eine Erweiterung des Bürgerheims hatten für einigen Wirbel in Gaubüttelbrunn geführt. Nun ist der Anbau fertig.

Bei der Einweihung zeigte sich, wie sehr die schließlich 257 000 Euro teure Maßnahme einen Kraftakt für alle Beteiligten darstellte: Nachdem der Gemeinderat einen ersten Antrag des Bürgervereins und der Fußballer von der DJK wegen der hohen Kosten abgelehnt hatte, konnte der Bauantrag – auch diesmal nur mit knapper Mehrheit – 2015 auf den Weg gebracht werden. Möglich wurde dies erst durch den Einsatz Ehrenamtlicher, die am Ende insgesamt 900 Stunden Eigenleistung eingebracht hatten. "Das Bürgerheim soll die Gemeinschaft im Dorf zusammenhalten und auch stärken", lobte Bürgermeister Björn Jungbauer  den Einsatz der Helfer. Es stehe nun wieder als "Keimzelle" für ein lebendiges Dorfleben zur Verfügung.

Leben im Ort stärken

Spannend war auch die Frage, ob es gelingen würde, das Projekt in einem Förderprogramm des Amts für ländliche Entwicklung unterzubringen. Ohne dies, hätte es keinen Anbau gegeben. Auch hier waren mehrere Anläufe nötig. Für das europäische Eler-Programm reichte es nicht. Am Ende erhielt es jedoch 2017 über ein nationales Programm als Maßnahme zur "einfachen Dorferneuerung" mit bis zu 94 000 Euro eine solide Unterstützung. Voraussetzung sei gewesen, dass das soziale und kulturelle Leben im Ort gestärkt werde, stellte Projektbetreuer Robert Stumpf bei der Einweihung fest. Diese Aufgabe erfülle das Projekt hervorragend. Ehemals ein Lagerhaus der Raiffeisen-Genossenschaft bietet das Bürgerheim nun seit gut 30 Jahren den örtlichen Vereinen und den Bürgern einen Treffpunkt.

Eine Erinnerungstafel verweist darauf, dass der Anbau nur mit dem Einsatz ehrenamtlicher Helfer der Vereine verwirklicht werden konnte Foto: Christian Ammon

"Viel Zeit und Kraft gekostet"

Die Freude über die Einweihung des Anbaus war Ernst Valentin (Bürgerverein) anzusehen, mit Franz-Karl Engert (DJK-SV) einer der Initiatoren für das Projekt. Er erinnerte daran, wie viel "Zeit und Kraft" es gekostet habe, die Verantwortlichen und Anwohner zu überzeugen. Zeitweise hatten sich Bürger zusammengetan, die vor allem die weiterreichenden Pläne für einen Sportplatz als unnötig, zu laut und der Natur schadend ablehnten. Für ihn sei es dagegen entscheidend gewesen, die Jüngeren aus dem Ort mit einzubeziehen. "Es ging uns darum, dass sie Verantwortung für die vorhandenen Strukturen übernehmen", erklärte er. Insgesamt 900 ehrenamtliche Stunden sowie weitere 160 Stunden für die Herrichtung der Terrasse kamen schließlich am Ende für Arbeitseinsätze zusammen.

Die Bauarbeiten für den 70 Quadratmeter großen Anbau, in dem ein Mehrzweckraum für die Vereine, Duschen für die Sportler und ein Lastenaufzug untergebracht sind, dauerten dennoch deutlich länger als geplant. Der nicht ausreichend tragfähige Boden und Starkregen machten aus neun Monaten 16. Auch war es nötig, die Frage der Zufahrt zum Bürgerheim zu klären. Erst mit der Erklärung eines Nachbarn, seinen Grund und Boden zur Verfügung zu stellen, gelang es, auch diese Hürde zu nehmen.

Kosten stiegen

Mit den Verzögerungen stiegen auch die Kosten. Der Gemeinderat musste schließlich gegen seinen eigenen Beschluss, der einen Deckel von 125 000 Euro an Zuschuss vorsah, weiteren 40 000 Euro zustimmen. Der Anbau soll dennoch nicht die letzte Baumaßnahme am Bürgerheim gewesen sein. Bürgermeister Björn Jungbauer nannte als nächste Etappen den Sportplatz. Hier stehe nach einer Begehung fest, dass der dafür vorgesehene Acker keine Feldhamsterbauten ausweist. Auch arbeite die Gemeinde daran, dass mit Nutzungsbeschränkungen ein teurer Lärmschutzwall entfallen kann. Ferner seien eine Mehrgenerationenanlage mit Sportgeräten für Jung und Alt, einem Grillplatz und einer parkähnlichen Gestaltung geplant sowie die nötigen Parkplätze.

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