WÜRZBURG/MARGETSHÖCHHEIM

Unfall: Fahrerin steht vor Gericht

Bei dem Unfall bei Margetshöchheim waren fast 100 Rettungskräfte, ein Notfallseelsorger, zwei Rettungshubschrauber und mehr als 20 Rettungs- und Notarztwagen im Einsatz. Foto: Berthold Diem

Es war einer der schrecklisten Verkehrsunfälle der letzten Jahre in der Region: Auf der Staatsstraße 2300, zwischen den beiden Ausfahrten nach Margetshöchheim (Lkr. Würzburg), geriet eine Autofahrerin mit ihrem VW Touran auf die Gegenfahrbahn und stieß dort frontal mit dem VW Golf einer jungen Familie aus der Schweiz zusammen.

Das zehn Monate alte Töchterchen der Schweizer erlitt schwere Hirnverletzungen. Es starb am nächsten Tag in einer Klinik. Seine 25 und 26 Jahre alten Eltern wurden leichter verletzt.

Im Touran saßen außer der Fahrerin ein 14-jähriges Mädchen und drei Kinder im Alter von einem, vier und sechs Jahren. Alle wurden schwer verletzt, die 33-Jährige musste von der Feuerwehr aus dem völlig zerstörten Touran herausgeschnitten werden.

Einspruch eingelegt

Inzwischen hat die Hausfrau aus dem Landkreis Würzburg einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung bekommen. Hätte sie die 120 Tagessätze zu je 40 Euro akzeptiert und die 4800 Euro bezahlt, hätte es keine öffentliche Verhandlung gegeben. Da die 33-Jährige aber Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt hat, wird die Sache an diesem Mittwochmittag vor dem Amtsgericht Würzburg verhandelt.

Wie bei der Staatsanwaltschaft zu erfahren war, soll das getötete Baby in einer unbefestigten Babyschale in dem Auto transportiert worden sein. Zudem sei es nicht angeschnallt gewesen, erklärte Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen im Gespräch mit der Redaktion.

In dem Golf habe nur der Fahrer den Sicherheitsgurt angelegt gehabt, im Touran seien nur zwei der vier Kinder angeschnallt gewesen.

Nach dem Unfall waren fast 100 Rettungskräfte, ein Notfallseelsorger, zwei Rettungshubschrauber und mehr als 20 Rettungs- und Notarztwagen im Einsatz. Die Straße war mehrere Stunden lang komplett gesperrt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg war eine Unfall-Sachverständige vor Ort.

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