WÜRZBURG

Uni-Nervenklinik: Evakuierung nach Brand

Nach einem Feuer auf einer offenen Station ist am Mittwochmorgen die Uni-Nervenklinik in Würzburg evakuiert worden. Betroffen waren laut Polizei rund 70 Patienten. Fünf von ihnen wurden mit leichten Rauchvergiftungen zur weiteren Behandlung in die benachbarten Krankenhäuser gebracht.

Gegen 8.50 Uhr hatte ein Pfleger auf einer Station im dritten Stock der Klink eine starke Rauchentwicklung bemerkt. Der Alarm bei der Würzburger Berufsfeuerwehr löste einen Großeinsatz aus. Die beiden Stationen der Etage wurden noch vor Eintreffen von Feuerwehr und Polizei vom Klinikpersonal geräumt.

Nach ersten Erkenntnissen entstand der Rauch durch einen Schwelbrand im Putzraum. Ein Müllsack war dort in Brand geraten. Klinik-Angestellte konnten die Flammen mit einem Feuerlöscher schnell ersticken. Warum der Müllsack Feuer gefangen hatte, ist noch unklar. Eine erste Vermutung: Möglicherweise war der Plastiksack wegen einer noch heißen Bohnermaschine geschmolzen. Sie wurde laut Polizeisprecher Michael Zimmer durch das Feuer ebenso beschädigt wie die Tür und die Fliesen in dem Raum.  

Die Berufsfeuerwehr rückte laut Einsatzleiter Torsten Maiwald mit einem kompletten Löschzug und 18 Feuerwehrleuten an. Sie kümmerte sich insbesondere um das Entrauchen und Lüften des betroffenen Traktes.


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Brand an der Uni-Nervenklinik

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Vorsorglich hatten alle Patienten die Klinik verlassen. Sie waren in den Garten und ins Foyer geströmt. Die meisten konnten schnell wieder auf ihre Stationen. Patienten aus dem Brandgeschoss wurden auf andere Stationen verteilt. Noch im Laufe des Tages sollten auch sie in ihre Zimmer zurückkehren. Für den Einsatz von Rettungsdiensten und Feuerwehr wurde kurzzeitig die Bundesstraße B 27, die Nordtangente unterhalb des Steins, gesperrt. Es kam – auch wegen wartender Rettungsfahrzeuge – zu einem kleineren Rückstau.

In einer ersten Bilanz sprach Uwe Kinstle, Einsatzleiter der Rettungsdienste vom Bayerischen Roten Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Johanniter Unfallhilfe, von insgesamt 58 Betroffenen und fünf Verletzten. "Zu Beginn war die Lage sehr unübersichtlich." Die Rettungsdienste waren mit 65 Einsatzkräften und 10 Fahrzeugen vor Ort.

„Die Zusammenarbeit zwischen Uniklinik, der Berufsfeuerwehr und der drei Hilfsorganisationen hat hervorragend geklappt“, so Kinstle. So habe man schnell die Übersicht gewonnen und das Gelände evakuieren können. Auch Prof. Christoph Reiners, ärztlicher Direktor der Uniklinik, war persönlich in die Klinik geeilt, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen. Auch er war mit dem Rettungseinsatz zufrieden – und froh über den vergleichsweise glimpflichen Ausgang.

Uni-Nervenklinik nach Brand evakuiert - fünf leicht Verletzte. Foto: Berthold Diem



Uni-Nervenklinik nach Brand evakuiert - Nach einem Schwelbrand auf einer offenen Station ist am Mittwochmorgen die Uni-Nervenklinik in Würzburg vorübergehend evakuiert worden.

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