WÜRZBURG

Uni: Viele Verbindungen von Würzburg nach Afrika

Ausstellung im Unizelt auf dem Africa Festival: Timo Lowinger (links) und Dr. Julien Bobineau vom Forum Afrikazentrum mit Broschüren zur Ausstellung, die dort erhältlich sind.
Ausstellung im Unizelt auf dem Africa Festival: Timo Lowinger (links) und Dr. Julien Bobineau vom Forum Afrikazentrum mit Broschüren zur Ausstellung, die dort erhältlich sind. Foto: Andreas Jungbauer

Seit zehn Jahren ist die Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg mit einem eigenen Zelt auf dem Africa Festival vertreten. Wieviel die Hochschule mit dem afrikanischen Kontinent verbindet, das zeigt dort noch bis Sonntagabend die Jubiläumsausstellung.

Forum Afrikazentrum an der Universität

Auf verschiedensten Feldern arbeitet die Uni seit 30 Jahren mit Einrichtungen und Forschern in Afrika zusammen. Verantwortlich für die Ausstellung, ein Kaleidoskop aus 20 illustrierten Infobannern, ist das Forum Afrikazentrum der Uni. Hier haben sich über die zehn Fakultäten hinweg Wissenschaftler zusammengeschlossen, die mit Partnern in Afrika kooperieren.

„In der fachlichen Breite liegt die besondere Stärke der JMU, wenn es um Afrikaforschung geht“, sagt Geografie-Professor Heiko Paeth, Sprecher im Vorstand des Forums Afrikazentrum, dem das Junge Afrikazentrum als Netzwerk von Nachwuchswissenschaftlern angegliedert ist.

Ausstellung präsentiert Forschung verständlich

Die Bandbreite der Projekte ist bemerkenswert: Sie reicht von pflanzlichen Heilstoffen über den Klimawandel, Tierforschung, afrikanische Literatur bis hin zu politischen Beziehungen, Migration und dunkler deutscher Kolonialgeschichte in Afrika. Diese einzelnen Themen werden auf den Schaubannern plastisch und allgemeinverständlich präsentiert.

Haben Sie gewusst, dass der weit verbreitete Mobilfunk in Afrika auch für die Versorgung mit Medikamenten genutzt werden kann? Dass afrikanische Ameisen ihre verletzten Artgenossen gesund pflegen? Dass Müllberge in Afrika nicht nur Öko-Problem, sondern auch eine gigantische Rohstoffquelle sind?

Begegnung und Austausch im Unizelt

Schon am Eröffnungstag des Festivals kam es im Unizelt zu interessanten Begegnungen und Gesprächen mit Besuchern oder auch jungen Afrikanern, die sich für die Hochschule interessieren. Für die Uni sind die drei Kuratoren der Ausstellung vor Ort: der promovierte Literatur- und Kulturwissenschaftler Julien Bobineau sowie vom Institut für Politikwissenschaft und Soziologie die wissenschaftlichen Mitarbeiter Timo Lowinger und Philipp Gieg.

„Mit dem Forum Afrikazentrum wollen wir das Afrika-Bild differenzieren, mehr Informationen über den Kontinent und die Forschungsergebnisse transportieren“, sagt Bobineau.

Die Ausstellung ist täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet und auch online nachzulesen: go.uniwue.de

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