WÜRZBURG

Uni arbeitet hundertfache Aberkennung des Doktorgrads im Dritten Reich auf

184 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Würzburg wurde in den Jahren von 1933 bis 1945 ihre Doktorwürde aberkannt. Vor allem Wissenschaftler jüdischer Herkunft sollten damit herabgewürdigt werden.
Aberkennung des Doktorgrades: Auch der Jurist Karl Rosenthal war ein Opfer der „Depromotionen“ der Würzburger Uni. Als er 1938 während des Novemberpogroms ins KZ kam, beging seine Frau Selbstmord. Foto: Foto: Archiv Roland Flade
(rtg) 184 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Würzburg wurde in den Jahren von 1933 bis 1945 ihre Doktorwürde aberkannt. Vor allem Wissenschaftler jüdischer Herkunft sollten damit herabgewürdigt werden. Nach der Aufarbeitung dieser Vorgänge will die Uni die Betroffenen in einer Veranstaltung am Montag, 30. Mai, öffentlich rehabilitieren. Ganze Bevölkerungsgruppen zu verfolgen, ihnen systematisch ihre Rechte zu nehmen, sie zu ermorden: Das war Ziel der Nazis. Auch die Universitäten blieben nicht vom Nationalsozialismus verschont. In Würzburg, wie an den anderen deutschen Universitäten, ...
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