THÜNGERSHEIM

Unterfrankens neue Landwirtschaftsmeister

Meisterfeier: Urkunden für die 16 Meister der Landwirtschaft. In der vorderen Reihe die drei Besten (v. l.) Johannes Zinser, Franziska Klenkert und Markus Kreßmann, mit Michael Karrer vom Landwirtschaftsministerium (ganz links) und Regierungspräsident Paul Beinhofer. Foto: Sabine Dähn-Siegel

Respekt für diese jungen Leute: Sie haben nicht erst vor kurzem erkannt, dass Landwirtschaft vielseitig und interessant ist. Sie haben einen Weg gewählt, der zum einen das Fundament für „einen der schönsten Berufe für ihre persönliche Entfaltung“ bildet, zum anderen Zukunft hat. „Landwirtschaft und Gesellschaft brauchen Sie“, hob Regierungspräsident Paul Beinhofer hervor. Ihm oblag die Begrüßung der Festgesellschaft anlässlich der 58. Meisterbriefübergabe an die erfolgreichen Absolventen des Prüfungsjahrganges 2015.

Eine frisch gebackene Meisterin der Landwirtschaft und 15 Meister aus den Landkreisen Bad Kissingen, Haßfurt, Kitzingen, Main-Spessart, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt konnten heuer im Beisein von Angehörigen, Freunden und zahlreichen Gästen aus Politik, Verbänden und Institutionen in der Vinothek Divino in Thüngersheim (Lkr. Würzburg) ihre Meisterbriefe entgegennehmen.

Auf Anregung von Gabriele Sichler-Stadler (Leiterin des Bereichs Landwirtschaft am Fortbildungszentrum Triesdorf, das in Abstimmung mit den Landwirtschaftsschulen die Meisterprüfung organisiert und durchführt) hielt Michael Karrer vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium die Festrede zum Thema „Bildung – das Fundament der Zukunft“. Er gratulierte dem „tüchtigen Nachwuchs“, der klare Ziele erkannt, sich praxisbezogen gebildet und mit dem Erreichen seiner Zielsetzung ein gutes berufliches Fundament und gute Voraussetzungen für den Betriebserfolg geschaffen habe. Karrer verwies auf die in Bayern ungewöhnlich hohe Bildungsbereitschaft im Bereich Landwirtschaft, wo der „Bildungsbedarf speziell bei Nebenerwerbslandwirten in den letzten Jahren geradezu explodiert ist“. Er betonte, dass gerade im Hinblick auf die zunehmende Arbeitsbelastung (Weiter-)Bildung Zeit brauche und der Bereich Persönlichkeitsbildung optimierbar sei.

Aus dem Kreis der neuen Landwirtschaftsmeister – die zugleich die Prüfungsbesten sind und zur Riege der Landwirtschaftsmeister gehören, deren Leistungen die Bayerische Staatsregierung mit dem mit 1000 Euro dotierten Meisterpreis honoriert – brachten Franziska Klenkert aus Werneck (Lkr. Schweinfurt), Markus Kreßmann aus Wiesenbronn (Lkr. Kitzingen) und Johannes Zinser aus Michelau (Lkr. Schweinfurt) den Gästen ihre praktische Meisterarbeit und ihre Gedanken zum erfolgreichen Abschluss nahe. In ihren Projekten hatten sie sich mit der Analyse und Verbesserung betrieblicher Schwachstellen, betriebswirtschaftlichen Fragen, künftiger Ausrichtung, Wachstumsinvestitionen und optionaler Umstrukturierung befasst und waren unter anderem zu der Erkenntnis gelangt: „Altbewährtes ist nicht immer schlecht und veränderungsbedürftig.“

Die Gratulationen der Redner brachte Barbara Kuhn vom Prüfungsausschuss besonders einprägsam auf den Punkt: „Der Meisterbrief ist ein Volltreffer.“ Sie wünschte der frisch gebackenen Kollegenschar „Elan, Ausdauer und die finanziellen Mittel zur Umsetzung Ihrer Ideen“.

Landwirtschaftsmeister

Neben den Prüfungsbesten Franziska Klenkert (Werneck), Markus Kreßmann (Wiesenbronn), Johannes Zinser (Michelau) erhielten ihre Urkunden: Tobias Behr (Burgpreppach), Philipp Schierling (Knetzgau), Christoph Benckiser (Maßbach), Andreas Brand, (Euerdorf), André Hofmann (Bad Bocklet), Alexander Kirchner (Burkardroth), Markus Rottmann (Maßbach), Lukas Dietrich (Lohr am Main), Maximilian Werner (Bad Königshofen), Tobias Hart (Röthlein), Florian Henfling (Michelau), Michael Hofmann (Niederwerrn) und René Mauder (Waigolshausen). Text: däsi

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