Rimpar

Urkunde entdeckt: 2026 kann Rimpar seine 900-Jahrfeier ansetzen

In zwei Urkunden aus der Zeit um 1100 wird Rimpar erwähnt. Edwin Hamberger, der Vorsitzende des Freundeskreis Schloss Grumbach, übergibt zwei Reproduktionen an Bürgermeister Burkard Losert. Foto: Ammon

Lange war unklar, wann genau Rimpar gegründet wurde. Nun ist Edwin Hamberger, der Vorsitzende des Freundeskreis Schloss Grumbach, bei seinen Forschungen auf eine Urkunde gestoßen, in der der Ort erstmals als "Rintburi", was so viel bedeutet wie "Ort am Viehstall", erwähnt wird. Die mit einem Siegel versehene Urkunde wurde im Jahr 1126 abgefasst. Demnach kann der Markt Rimpar im Jahr 2026 sein 900-jähriges Jubiläum feiern.

In der Urkunde, die der Heimatforscher in der Staatsbibliothek Bamberg aufgespürt hat, bestätigt die Äbtissin von Kitzingen, dass Helmbrecht, die Frau des Poppo von Rimpar, und ihre Nachkommen frei von jeder Verpflichtung gegenüber dem Kloster sein sollen. Dies ist die erste bisher bekannte und besiegelte Erwähnung des Geschlechts der Herren von Rimpar. Außerdem ist im Jahr 1235 mit Otto von Rimpar noch ein Nachkomme nachweisbar. In einer bischöflichen Urkunde über die Verlegung des Klosters vom Rotkreuzhof nach Maidbronn wird er als Zeuge aufgeführt. Vermutlich starb das Geschlecht derer von Rimpar jedoch im Laufe des 13. Jahrhunderts aus.

Genauere Informationen zum Kloster Kitzingen und seinem Besitz in Rimpar hat Hamberger zudem in einem weiteren, sogar noch einige Jahrzehnte älteren Dokument aus dem Staatsarchiv Würzburg entdeckt. In einem Güter- und Abgabeverzeichnis, einem Urbar, das vermutlich zwischen 1070 und 1100 entstanden ist, ist der erst in den 1980er Jahren abgerissene "Niederhof" als Fronhof mit zwölf kleinen Bauernhöfen aufgeführt.

Sechs Wochen Fronhofdienst imJahr

Das Urbar führt genau auf, welche Dienste die Bauern gegenüber dem Kloster zu leisten hatten: Drei Tage in der Woche mussten sie für den Fronhof und weitere sechs Wochendienste im Jahr übernehmen. Die restliche Zeit konnten sie ihr eigenes Feld bestellen. Von ihrem Ertrag mussten sie zudem an das Kloster Naturalien abgeben: Schweine, Bier und Eier. Auch musste sie als Ablöse, damit nicht auch die Frauen zur Fronarbeit herangezogen wurden,  einen festgesetzten Geldbetrag zahlen.

Beide Dokumente sind in dem Buch ,,Historische  Urkunden zur Geschichte von Rimpar, Maidbronn und Gramschatz" von Edwin Hamberger abgedruckt.

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