Veitshöchheim

Veitshöchheimer Kuratie vor großen Herausforderungen

In Veitshöchheim bleibt es spannend: Es gibt gravierende pastorale Veränderungen, große Baumängel, aber auch gewinnbringende Perspektiven.
Eine faszinierende Fernwirkung hat die am 6. März 1966 eingeweihte Kuratie-Kirche mit ihrem einer Harfe nachempfundenen Turm, der zum "Markenzeichen" der nach dem Krieg entstandenen Gartensiedlung wurde. Foto: Dieter Gürz

"Es bleibt und wird spannend und interessant werden, aber aufgeben werden wir nicht." So charakterisierte Pfarrgemeinderatsmitglied Bruno Winter die Lage in der Pfarrversammlung der Kuratie Heiligste Dreifaltigkeit Veitshöchheim, die der Würzburger Bischof Josef Stangl mit Urkunde vom 17. Juni 1962 als bislang letzte Pfarrei der Diözese und neben St. Vitus als zweiten Veitshöchheimer Seelsorgebezirk errichtet hat.  

57 Jahre später steht die 1950 Christen zählende und ein reges Gemeindeleben aufweisende Pfarrei vor vielen ungelösten Fragen. Auslöser sind zum einen die einschneidenden Änderungen der von der Diözese in Gang gesetzten pastoralen Strukturreform und zum anderen der vom Bischof verhängte dreijährige Baustopp. Dieser bringt nach dem Vortrag des Kirchenpflegers Karl-Heinz Schlier die Kirchenverwaltung ganz gehörig in die Bredouille. Auf Eis gelegt werden musste deshalb die auf 3,3 Millionen Euro veranschlagte Generalsanierung des Pfarrzentrums, für die die Kuratie laut Schlier bereits die Zustimmung der Diözese hatte.

Die Diözese erlaube nur noch die notdürftigsten, der Bestandssicherung dienenden Maßnahmen. Die dafür von der Diözese bereit gestellten 100 000 Euro würden aber bei weitem nicht ausreichen. So seien bereits 120 000 Euro notwendig, um vordringlich die Feuchtigkeitsschäden ringsum in den Außenmauern sowie die durch Einbrüche geschädigten Außenkanäle zu beseitigen.

Wie hier bei der Pfarrversammlung zu sehen, sieht der Pfarrsaal durch bereits durchgeführte Schönheitsreparaturen rein optisch gut aus. Doch der Schein trügt. Die Wände ringsum weisen Feuchtigkeitsschäden auf. Foto: Dieter Gürz

Erhebliche Mängel gebe es auch bei den Öltanks, deren Behebung 25 000 Euro koste. Ölheizungen, so Schlier, würden aber keine Zukunft mehr haben und man müsse deshalb in Richtung Erdgas gehen, was neue Leitungen und einen Erdgas-Brenner erfordere, mit Kosten weit über 20 000 Euro.

Um das Erscheinungsbild des Pfarrheims optisch aufzuwerten, habe die Kirchenverwaltung mit viel ehrenamtlichem Einsatz bereits Schönheitsreparaturen durchgeführt. Im Rahmen der 72-Stundenaktion haben bereits auch die Ministranten den Jugendraumbereich im Untergeschoss neugestaltet. Ein Schandfleck seien aber noch die Küche und die WC-Räume im Untergeschoss.

Sollte das Gemeindezentrum vermarktet werden?

Zur Erschließung neuer Einnahmequellen erwägt die Kuratie laut Christoph Schenkel, das Gemeindezentrum  zur Fremdnutzung wie Hochzeits- und Betriebsfeiern, Tagungen, Kongresse und Ausstellungen zu vermarkten, ähnlich wie dies beim Burkardushaus oder dem Kloster Himmelspforten der Fall ist.

Die von der Diözese geplanten pastoralen Veränderungen stellte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Andrea Huber vor. Danach bildet Veitshöchheim als aus St. Vitus und Kuratie zusammengefasster Einzelpfarrei einen  Verwaltungszentrums-Sektor-zusammen mit den Pfarrgemeinschaften Dürrbachtal, Güntersleben-Thüngersheim, Maintal Zell a. Main-Margetshöchheim-Erlabrunn und Leinach. Huber geht davon aus, dass in diesem Sektor künftig zwei Pfarreien, eine links und eine rechts des Maines gebildet werden, Veitshöchheim also eine Pfarrei zusammen mit Thüngersheim, Güntersleben, Ober- und Unterdürrbach wird.

Wie Huber erläuterte, gebe es zu dieser organisatorisch notwendigen Straffung keine Alternative. Es seien aber noch sehr viele offenen Fragen zu klären – wie der Einsatz von Hauptamtlichen, die Wahl der Pfarrgemeinderäte oder wo Gottesdienste abgehalten werden.

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