WÜRZBURG-LAND

Verkehrsberuhigung und Ortsumgehungen

(iko/rs) Eine Handvoll Vertreter der „Bürgerinitiative für eine Verkehrsberuhigung und Ortsumgehung“ der B 19 für die Dörfer Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum und Eßleben haben sich mit Landrat Eberhard Nuß zu einem Gespräch im Landratsamt getroffen.

Über 800 Lastzüge nutzen täglich diese Strecke. Dadurch ist die Bevölkerung neben der Unfallgefahr auch einer hohen Belastung an Lärm und Feinstaub ausgesetzt. Seit 2007 dürfen Laster, die mehr als zwölf Tonnen auf die Waage bringen, die B 19 für den Durchgangsverkehr nutzen. Das Verbot hat allerdings bislang wenig Wirkung gezeigt. Verschiedene gesetzliche Vorgaben ermöglichen einem Großteil des Schwerlastverkehrs die legale Durchfahrt.

Landrat Nuß stellte in den Raum, ob eine Maut für die Bundesstraße eine Entlastung bringen könnte. Auch Tempo-30-Zonen und verstärkte Geschwindigkeitsmessungen in den Ortschaften waren Teile der Diskussion. In diesen Fragen sollen nun die Behörden kontaktiert werden, um den rechtlichen Rahmen für Geschwindigkeitsbegrenzungen an gefährdeten Stellen prüfen zu lassen.

Landrat Nuß informierte zudem die Delegation, dass 2014 die Ortsdurchfahrt von Unterpleichfeld mit einer neuen, lärmmindernden Asphaltschicht versehen wird. 2015 soll auch in Bergtheim diese Maßnahme erfolgen.

Auf Antrag der SPD-Fraktion beschloss der Würzburger Kreistag vor kurzem, eine Machbarkeitsstudie für eine Umgehungsstraße bei der Straßenbauverwaltung in Auftrag zu geben. Nach Abschluss soll, sofern die Voraussetzungen gegeben sind, die Anmeldung der Umgehungen im Bundesverkehrswegeplan erfolgen.

Jüngst verschafften sich die Grünen mit der Landtagsabgeordneten Kerstin Celina (Kürnach) und der Landratskandidatin Karen Heußner (Thüngersheim), einen Eindruck vom hohen Verkehrsaufkommen in der Ortsdurchfahrt Unterpleichfeld. Wichtig seien schnelle verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Tempo 30 und weitere Fußgängerüberwege, was den Durchgangsverkehr verlangsamen könnte. Mittelfristig seien allerdings Ortsumfahrungen für die geplagten Anwohner unausweichlich. Die parallel verlaufende A 7 sei nicht für alle Pendler eine Alternative, da diese die oft kilometerlangen Umwege scheuten.

Wie sich die Mautpläne der neuen Bundesregierung auswirkten, könne man derzeit noch nicht ermessen. Der persönliche Referent von Celina, Gerhard Kraft, verwies darauf dass die Verkehrsuntersuchungen und Prognosen im Zusammenhang mit der geplanten B 26 n keinen wesentlichen Rückgang im Verkehrsaufkommen aufzeigten, sollte die B 26n gebaut werden. Im Umkehrschluss behindere die Planung B 26n eine sinnvolle Lösung entlang der B 19, da sie alle Bundesmittel für den Fernstraßenneubau für Unterfranken in den nächsten zehn Jahren beanspruche.

Infos zur Bürgerinitiative Ortsumgehung unter: www.ortsumgehung.info

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