WÜRZBURG

Verschönerungsverein ohne Führungsspitze

Suse Schmuck
Suse Schmuck

Die Vorstandschaft des Verschönerungsvereins (VVW) ist derzeit ziemlich verwaist. Aus gesundheitlichen Gründen ist Vorsitzende Suse Schmuck vor ein paar Wochen zurückgetreten. Bereits im Herbst hatte sich „Vize“ Günther Flierl aus dem Vorstand zurückgezogen – warum, ist nicht bekannt.

So führt derzeit der dritte Vorsitzende, der Kunsthistoriker Christopher Franz zusammen mit Schriftführerin Viviane Bogumil, Vermögensverwalter Hans Diehm und dem sechsköpfigen Beirat den 141 Jahre alten Verein mit seinen über 550 Mitgliedern.

Unterstützt wird das Team dabei vom Ehrenvorsitzenden Stefan Kummer, der von 2001 dem VVW von 2001 bis 2010 vorstand. Laut Franz sollen der oder die neue Vorsitzende sowie ein Stellvertreter bzw. eine Stellvertreterin voraussichtlich im Mai gewählt werden.

„Ich sehe mich aus gesundheitlichen außerstande, das verantwortungsvolle und mit vielen Aufgaben behaftete Amt als Vorsitzende fortzuführen“, begründet Schmuck gegenüber der Main-Post ihren Rücktritt. Sie bedauere, dass ihr keine andere Wahl bleibe. Aber die Verwaltung der vereinseigenen Immobilien Waldhaus, Frankenwarte, Handwerkerhaus in der Pleich und Richter-Villa beanspruche ebenso die volle Kraft wie das Verfolgen der Vereinsziele: Sich um das Grün und den Denkmalschutz in der Stadt zu kümmern.

Die Architekturhistorikerin hatte erst im April vergangenen Jahres den Vorsitz übernommen. Vorgänger Willi Dürrnagel hatte damals das Handtuch geworfen – nach internen Auseinandersetzungen über die Zukunft des Waldhauses im Steinbachtal. Trotz ihres relativ kurzen Wirkens an der Vereinsspitze zieht Schmuck nach nur neunmonatiger Amtszeit auf jeden Fall aber ein positives Fazit: „Es gibt viele engagierte Mitglieder, die fürs Stadtbild etwas bewegen wollen.“ Sie bleibe dem Verschönerungsverein „natürlich nach wie vor verbunden“ und werde sich, wenn es ihre Gesundheit zulässt, wieder beim VVW engagieren.

Christopher Franz bedauert Schmucks Rücktritt. Sie habe trotz kurzer Amtszeit neue Impulse gegeben – nicht zuletzt, was das Engagement und die Motivation von Leuten für die Vereinsschwerpunkte Denkmalpflege und Grün in der Stadtentwicklung angeht. „Um eine gute Idee zu haben, muss man schließlich nicht unbedingt ein Amt ausüben oder Mitglied sein“, sagt Franz.

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