Güntersleben

Verschwundene Haustiere: Ist in Güntersleben ein Katzenquäler unterwegs?

Sie sind verschwunden oder kehren verletzt und verstört zurück: In Güntersleben (Lkr. Würzburg) halten sich die Gerüchte, dass ein Katzenfänger sein Unwesen treibt.
Abandoned cat in cage. Animal shelter. Tabby cat
Symbolbild: Katze Foto: Zbynek Pospisil (iStockphoto)

Mit ihrem eigenen Kopf erfordern Katzen von ihrem Besitzer starke Nerven. Auch dass sie mal längere Zeit ihre eigenen Weg gehen, ist keineswegs ungewöhnlich. Katze Luna aus Güntersleben ist nun jedoch schon seit knapp sechs Wochen spurlos verschwunden – ebenso wie sechs weitere Katzen. Andere sind traumatisiert wieder aufgetaucht. "Katzen sind Freigänger und brauchen natürlich ihre Selbstständigkeit", weiß ihre Besitzerin Jessica Günauer. Die 25-Jährige hat jedoch eine schlimme Befürchtung: Hinter dem Verschwinden der rot-braun-getigerten Katze könnte ein Tierquäler oder ein Katzenfänger stecken.

Chip ist keine Hilfe

Jessica Günauer hat Luna und ihren Bruder vor zwei Jahren aus dem Tierheim geholt. Luna ist "gechipt". Das heißt, sie trägt unter der Haut am Ohr einen Chip und ist wie etwa drei Millionen weitere Katzen auf der Netzseite Tasso mit einer Nummer registriert. Auffinden kann man sie so jedoch nicht. Der Chip hat keine eigene Energiequelle. Jessica Günauer hat sich zudem über das soziale Netzwerk Facebook in den Nachbargemeinden umgehört und auch von dort merkwürdige Berichte bekommen.

Tier mit Rasierklinge verletzt

So berichten Nachbarn dort, dass ein Kater offensichtlich schwer misshandelt worden sei. Bei seinem ersten Verschwinden wurde ihm ein Teil des Ohres abgeschnitten oder mit einem Gegenstand abgeschlagen. Er verschwindet ein zweites Mal und kehrt mit zerschnittenen Pfoten zurück. Ein Tierarzt ist sich sicher, dass dem Kater bewusst Schnitte mit einer Rasierklinge an einer Pfote zugefügt wurden. Eine Scherbe sei unwahrscheinlich. Zu glatt sei der Schnitt. Eine andere Katze ist verstört im Kreis herum gelaufen, als der Besitzer sie wiedergefunden hat. Bis heute zucke sie bei jedem Geräusch zusammen.

Kein Lebenszeichen mehr

Auch in Güntersleben gibt es hartnäckige Gerüchte, dass ein Katzenfänger unterwegs sei. Von Katze Luna gibt es seit dem 15. November kein Lebenszeichen mehr. Sie sei normalerweise jeden Abend gegen 18 Uhr von ihren Ausflügen nach Hause zurückgekommen, habe übernachtet und sei am nächsten morgen wieder losgezogen, erzählt die besorgte Katzenbesitzerin. Auch habe sie eine für Katzen außergewöhnliche enge Bindung an ihren Bruder, mit dem sie gerne herumtobe. "Ihm fehlt sein Spielgefährte und er trauert total", erzählt sie. Auch ihre Mutter bestätigt: "Luna ist ganz auf unsere Tochter bezogen und wäre nie abgehauen."

Katze Luna aus Güntersleben wird immer noch vermisst. Foto: Jessica Günauer

Gemeinschaft hilft

Beide haben die Polizei verständigt. Gegen unbekannt ließe sich nicht ermitteln, hieß es von dort. Die besorgte Katzenbesitzerin hat im Ort Fotos aufgehängt. Auch sucht sie über die öffentliche Facebook-Gruppe "Tiere vermisst / zugelaufen Unterfranken". Die Gemeinschaft hilft, so gut es geht: Es gab schon einige Hinweise. Mal ist einer Person eine ähnliche Katze zugelaufen, ein anderes Mal entdeckt ein anderer eine ähnlich aussehende Europäische Kurzhaar-Katze auf einem Kleinanzeigen-Portal. Fehlanzeige. Luna bleibt verschwunden.

Es bleibt die Hoffnung, dass ein Katzenfreund sie gefunden oder angefüttert hat. In diesem Fall hat Jessica Günauer eine Bitte: "Falls sie jemand mitgenommen oder rein gelassen hat, bitte lasst sie wieder gehen, sie hat schon ein tolles Zuhause, in dem sie sich sehr wohlfühlt und schrecklich vermisst wird!" Für Hinweise sind Tochter und Mutter dankbar. Sie können sich in diesem Fall an das Ordnungsamt Güntersleben wenden.

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