OBERPLEICHFELD

Viel Geld in die Friedhofssanierung investiert

Bürgermeisterin Martina Rottmann und Gemeindearbeiter Andreas Pfenning freuen sich über die Renovierung der Kreuzwegstationen auf dem Oberpleichfelder Friedhof. Foto: Irene Konrad

Zu den wohl schönsten Friedhöfen im Landkreis zählt der Friedhof in Oberpleichfeld. In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde viel Geld in dessen Erhalt investiert. Mit der Restaurierung von acht Kreuzwegstationen entlang der Friedhofsmauer ist eine umfangreiche Sanierung abgeschlossen worden.

Der Oberpleichfelder Friedhof wurde 1816 unter Schultheiß Nikolaus Hartmann am westlichen Ortsausgang angelegt und steht unter Denkmalschutz, einschließlich seiner Mauer ringsum, des Hochkreuzes aus dem Jahr 1817 und der Krieger-Gedächtniskapelle aus dem Jahr 1922. Gut erhalten ist ein Kreuzweg mit seinen 14 Stationen.

Fachmännische Unterstützung

Die Kreuzwegstationen sind aus Schilfsandstein. Bildhauer Renninger in Würzburg hatte sie 1880 nach Vorgaben des Stifters Engelbert Brändler aus Oberpleichfeld gefertigt. In einer früheren Renovierungsmaßnahme sind die Stationen sieben bis zehn sowie 13 und 14 wieder auf Vordermann gebracht worden. Nun waren die Stationen eins bis sechs sowie elf und zwölf an der Reihe.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat die Restaurierungsmaßnahme der Gemeinde Oberpleichfeld betreut. Die Arbeiten wurden von der Firma „Monolith Bildhauerei und Steinrestaurierung GmbH“ aus Bamberg fachmännisch durchgeführt. Unterstützt wurden die Fachleute von Gemeindearbeiter Andreas Pfenning, der zusammen mit Paul Faulhaber teilweise neue Fundamente betonierte.

Um die Standsicherheit der Kreuzwegstationen zu gewährleisten, mussten fünf Stationen sogar abgebaut und auf neuen Fundamenten wieder aufgestellt werden. Die Stationen eins und zwei sind in diesem Zug an die östliche Friedhofsmauer versetzt worden. Die Restaurierung der Bildstöcke hat etliche Bodenarbeiten und gärtnerische Pflegemaßnahmen nach sich gezogen. Beispielsweise musste die Buchshecke zurückgeschnitten oder gar entfernt werden.

Die Firma Menolith listet in ihren Maßnahmen an den Kreuzwegstationen nicht nur das Versetzen und Festigen der Bildstöcke auf. Zu ihren Arbeiten zählten die Reinigung, die Sicherung von Rissen, Ergänzungen am Sandstein, die Fugensanierung, Retuschen und das farbige Auslegen bestimmter Schriften. Die Nummern der Stationen über den Darstellungen wurden beispielsweise in goldener Farbe abgesetzt. Die Erklärungen darunter sind schwarz.

Die Gesamtkosten für die jüngste Renovierungsmaßnahme an den acht Stationen betrugen gute 18 100 Euro. Die Unterfränkische Kulturstiftung beim Bezirk Unterfranken hat die Restaurierung mit einer freiwilligen Zuwendung von 20 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten mit 3625,43 Euro unterstützt.

Lange Sanierungsaktion

Außerdem hat die Gemeinde Oberpleichfeld von der Bayerischen Landesstiftung eine Restrate von 2000 Euro überwiesen bekommen. Sie bezog sich auf den Abschluss der Gesamtmaßnahme „Restaurierung des Friedhofs“ seit 2009 einschließlich seiner Mauer, des Friedhofkreuzes, der Friedhofskapelle und der Kreuzwegstationen.

Bürgermeisterin Martina Rottmann freut sich über den frischen Gesamteindruck des Friedhofs nach der Renovierung. „Es war eine lange und große Sanierungsaktion, die nun glücklich abgeschlossen werden konnte“, sagt sie und ist dankbar für die Zuschüsse, die die Gemeindekasse entlasten.

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