Würzburg

Viele Begegnungen beim Sommerfest des Ökumenischen Zentrums

Dank für über ein Jahrzehnt Ökumenischer Nachbarschaftshilfe: Beim Auftakt des 42. Sommerfestes in Lengfeld wurden die Gründerinnen Christine Wozar und Ursula Weigert von Pfarrer Christoph Lezuo, Pfrarrer Harald Fritsch und (links) Diakon Gregor Groß geehrt. Foto: Wolfgang O. Hugo
Dank für über ein Jahrzehnt Ökumenischer Nachbarschaftshilfe: Beim Auftakt des 42. Sommerfestes in Lengfeld wurden die Gründerinnen Christine Wozar und Ursula Weigert von Pfarrer Christoph Lezuo, Pfrarrer Harald Fritsch und (links) Diakon Gregor Groß geehrt. Foto: Wolfgang O. Hugo

„Es gibt gute Nachrichten“ – dieses Motto, vorgeschlagen von Alexander Susewind, hatte der Freundeskreis des Ökumenischen Zentrums Lengfeld für das 42. Sommerfest im ÖZ gewählt. Als Festpredigerin hatte man Pfarrerin Dr. Anni Hentschel, Direktorin des Rudolf-Alexander-Schröder-Hauses gewonnen, die in ihrer Predigt zu Kapitel 10 des Lukas-Evangeliums das Thema „Wer ist mein Nächster?“ in den Mittelpunkt ihrer Worte stellte. Aus der Sicht der Bibelwissenschaft könne man in der Hl. Schrift immer Neues entdecken, darüber sprechen und daraus lernen. Die Wahrheit, so Hentschel, sei keine feststehende Lehre, sondern es gelte, sie immer wie neu zu entdecken und im Leben zu bewähren.

Deutlich wurde dabei, dass der Nächste ein Einzelner oder eine Gruppe sein können. Gerade bei der Flüchtlingsproblematik, wo Flüchtlinge allein gelassen werden, forderte Hentschel, dass die Kirchen Mitmenschlichkeit anmahnen. Aber: Kirchen sind nur glaubwürdig, wenn diese Mitmenschlichkeit gelebt wird und Menschen geholfen wird. Ihre Forderung daraus: Barmherzigkeit leben. Das gelte auch für die Ökumene in einer multireligiösen Gesellschaft mit vielen Ausländern und anderen Religionen. Abschottungstendenzen setzte die Predigerin das Motto entgegen: Die Erde ist nicht unser Eigentum. Und eine Lehre leitet Hentschel daraus ab, die sie wörtlich so formulierte: „Gott will, dass wir mitmenschlich miteinander umgehen.“

Freundeskreis-Vorsitzender Theo Josef Kellerhaus dankte mit originell-praktischen Geschenken. Er lud zum Fest im Hof, bei dem eine große Schar ehrenamtlicher Helfer, einige darunter schon seit vier Jahrzehnten, für Begegnung und das leibliche Wohl sorgten. Trotz des wechselhaften Wetters war das Fest gut besucht. Die Offene Jugendarbeit bot einen Breakdance, nach 30 Jahren verabschiedeten sich der Eine-Welt-Laden und seine engagierten Frauen, die neben Bewusstsein vor allem den Hausbau im indischen Mambakkam gefördert hatten.

Am Ende des Sommerfest-Eröffnungsgottesdienstes wurden die bisherigen Leiterinnen der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe „Eine Stunde Zeit“ verabschiedet. Vor 11 Jahren haben Christine Wozar und Ursula Weigert die Initiative ins Leben gerufen, die nach den Worten der beiden Pfarrer Harald Fritsch und Christoph Lezuo seither „zum Segen wurde“, insbesondere bei der Integration von Familien und Vorschulkindern mit Migrations-Hintergrund (Wozar) und Senioren sowie der Weiterbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter (Weigert). Ihre Nachfolge in der Leitung treten die bisherigen Mitarbeiter Volker Wolf, Hans-Wilhelm Klein und Ingrid Weimann-Bergmann an.

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