WÜRZBURG

Visionäre im Vorstand von „Hilfe durch Spaß“

Der Verein „Hilfe durch Spaß“ feiert sein 20-jähriges Bestehen mit neuen Spenden – im Bild (von links): Anne Kox-Schindelin (Organisationsteam der Pop- und Klassik-Gala), Michael Ax (Vorstand "Hilfe durch Spaß"), Elke Schellenberger (Malteser Hilfsdienst), Carl Pioch (Hilfe durch... Foto: Patrick Wötzel

Genau 20 Jahre ist es inzwischen her, dass acht Bürger aus Stadt und Landkreis Würzburg den Verein „Hilfe durch Spaß e.V.“ zur Unterstützung von schwer kranken und bedürftigen Kindern gegründet haben. Insgesamt 800 000 Euro konnte der Verein in zwei Jahrzehnten an zahlreiche Projekte übergeben. Zum Jubiläum gab's natürlich keine Party, sondern drei Spendenschecks in Höhe von zusammen 30 000 Euro für die Elterninitiative der Kinderkrebsstation Regenbogen, ein Krebsforschungsprojekt der Uni Würzburg und das neue Kinderpalliativteam der Malteser.

Andreas Menzel, Michael Ax und Helmut Strohmeier führen den gemeinnützigen Verein seit Herbst 1997. Jedes Jahr gibt es eine neue exklusive Teddybär-Edition, die für den guten Zweck verkauft wird. Dazu kommt der Erlös von Kinderfestivals im CCW und Benefizkonzerten sowie Spenden und Vermächtnisse an den Verein. Und da alles absolut ehrenamtlich abläuft, „haben wir keinerlei Verwaltungskosten und jeder Euro kann direkt an die Organisationen weitergeleitet werden“, betont Strohmeier, der Schatzmeister von „Hilfe durch Spaß“.

„Drei Themenkreise“, so Strohmeier weiter, beschäftigen den Verein von Beginn an: Zum einen die Unterstützung krebskranker Kinder und ihrer Familien beim Klinikaufenthalt - daher die finanzielle Unterstützung der Station Regenbogen mit kindgerechter Ausstattung und der Elterninitiative beim Unterhalt ihrer inzwischen zwölf kostenlosen Elternwohnungen in der Nähe der Uni-Klinik. „Wir hatten mehr als fünftausend Übernachtungen im letzten Jahr“, so Jana Lorenz-Eck von der Elterinitiative, die sich inzwischen auch die langfristige Betreuung und Nachsorge der kleinen Patienten auf ihre Fahnen geschrieben hat.

Themenkreis Nummer zwei des Vereins ist die Anschubfinanzierung für Forschungsprojekte im Bereich Hirntumor-Forschung bei Kindern in einer Phase, in der noch keine öffentlichen Forschungsgelder zur Verfügung stehen. Paradebeispiel sind die Würzburger Hirntumor-Studie „HIT“ und die Nachfolgestudie „HIT 2000“, bei denen es um die Optimierung der Therapie und die Verminderung von Spätfolgen bei Kindern mit bösartigen Hirntumoren geht. „Wir sind unglaublich dankbar für die Unterstützung“, betonte Professor Dr. Paul-Gerhard Schlegel von der Uni-Kinderklinik.

Auch Klinikleiter Professor Dr. Christian Speer nannte die Hilfe des Vereins essenziell: „Es ist eine unglaubliche Geschichte. Die Mittel haben dazu geführt, dass wir Projekte anstoßen und erfolgreich in die Praxis implementieren konnten“, so Speer: „Die drei Vorstandsmitglieder des Vereins haben hier visionär gearbeitet.“

Drittes wichtiges Thema für „Hilfe durch Spaß“ ist die Arbeit des neu gegründeten Kinderpalliativteams beim Malteser Hilfsdienst. Schwer kranke Kinder, denen medizinisch nicht geholfen werden kann, sollen ihren Lebensabend bei der Familie verbringen können – seit Oktober begleitet durch acht Kinderpalliativhelfer der Malteser. Ab Januar sollen es zehn sein, die in Unterfranken als einzigem Bezirk in Bayern übrigens noch nicht von den Krankenkassen bezahlt werden. „Wir sind im Moment noch komplett spendenfinanziert“, so Teamleiterin Elke Schellenberger.

Die neue Edition der Spenden-Bären sind zum Preis von 17 Euro pro Teddy in der Theater-Apotheke (Ludwigstraße 1), im Schuhhaus Schön & Endres (Schustergasse) und bei Friseur Ax (Herrnstraße 3) käuflich zu erwerben – oder auch online auf der Webseite „hilfedurchspass.de“.

Das nächste Benefizkonzert, die inzwischen 14. Auflage der Pop- und Klassik-Gala zu Gunsten der Station Regenbogen, findet am 23. und 24. Februar in den Veitshöchheimer Mainfrankensälen statt. Tickets zum Preis von 29 und 34 Euro gibt es im Vorverkauf: „www.benefizkonzert-regenbogen.de“, bei Mainticket in der Plattnerstraße in Würzburg und in der Tourist-Information in Veitshöchheim.

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