Ochsenfurt

Vom Himmel hoch da komm ich her

Die Engel sind wieder da. Darüber freuen sich Bürgermeister Peter Juks und die Mitglieder des Krippenteams Birgit Scheder, Thomas Michel und Martina Bausenwein Foto: Helmut Rienecker

Eine Weihnachtskrippe. Die kennt ja wohl jeder. Ein Stall, das Jesuskind mit Maria und Josef, dazu noch Ochs und Esel. Vielleicht auch noch ein paar Schafe, und eventuell auch noch die heiligen drei Könige.

Die barocke Krippe in der Stadtpfarrkirche fällt da aus dem Rahmen. Nicht nur dass sie eine Fläche von zwölf Quadratmetern einnimmt. Derzeit sind auch über 30 Figuren bei ihrer Arbeit zu sehen. Dazu viele Tiere samt ihren Schäfern. Erst am heiligen Abend zieht die heilige Familie ein, und später die Drei Könige.

Dabei könnten mit dem Fundus aus dem ehemaligen Kapuzinerkloster noch viel mehr Szenen aus dem Leben Jesu dargestellt werden. Das Erbe der Mönche beinhaltet allein 232 Frauen-, Männer- und Kinderfiguren. Dazu noch einige hundert andere Teile.

Doch viele von ihnen stammen wohl noch aus der Zeit der Klostergründung nach 1667 und sind trotz vieler wohlgemeinter Restaurierungsversuche in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrzehnten in einem schlechten Zustand.

Dem will nun eine Gruppe von Frauen und Männern, die sich 2013 zusammengefunden haben, abhelfen. Ihre erste Tat war es die Krippe in einem Seitenschiff der Stadtpfarrkirche aufzubauen. Das machen sie nun jedes Jahr wieder. Vorher war die Darstellung von Jesu Geburt über Jahrhunderte in der Klosterkirche ausgestellt.

Nach der Auflösung des Klosters ging die gesamte Krippe in den Besitz der Stadt Ochsenfurt über. Die hat sie vor fünf Jahren der Pfarrei St. Andreas als Dauerleihgabe überlassen. Um die 10 000 Euro hat die Gruppe seitdem gesammelt. Zum einen in den Opferstöcken neben der Krippe und dem Spielwerk des Kirchleins. Das stammt aus den 50er Jahren.

Nach Einwurf einer Münze erklingt eine Melodie und das Christkind kommt aus dem Kirchlein und hebt segnend die Hand. Viele Spenden kamen aber auch von Bürgern, die einen runden Geburtstag feierten und statt Geschenken lieber Bares für einen guten Zweck gaben.

Inzwischen ist die Kasse aber wieder leer. Denn der erste und wichtigste Schritt bei der Krippenrenovierung galt den zwölf Engeln. Die waren zum Teil in einem traurigen Zustand, berichtet Martina Bausenwein vom Krippenteam. Ebenfalls in der Gruppe ist die Restauratorin Birgit Scheder. Sie knüpfte den Kontakt zu einem Kölner Spezialbetrieb, der sakrale Gegenstände restauriert.

Dort erhielten die Engel wieder das Aussehen, das sie vor über 300 Jahren hatten. Statt langer Haare aus Hanf tragen sie jetzt kunstvolle Frisuren und eine Art Mitra. Die Wachsgesichter wurden liebevoll wiederhergestellt, ebenso die Hände.

Neue Kleider und Flügel machten sie komplett. Am Tag vor dem Heiligabend werden sie, so wie die Geschichte geht, in die Krippenszene einziehen. In den kommenden Jahren sind an dem barocken Kunstwerk noch viele Figuren zu restaurieren, daher freuen sich die Kirchenstiftung St. Andreas und das Helferteam über Spenden.

Spendenkonto: IBAN: DE56 7905 0000 0500 1020 33 Verwendungszweck: Kapuzinerkrippe

Schön ist er anzusehen, einer von den zwölf restaurierten Engeln. Foto: Helmut Rienecker

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