Würzburg

Von einer Tauchfahrt des Grauens bis zur Riesenschaukel

Der Alpen-Coaster verspricht nostalgische Achterbahn-Gefühle auf dem Kiliani-Volksfest. Foto: Thomas Obermeier

Es ist ein heißer Mittag in Würzburg auf der Talavera. Die Vorbereitungen für das große Kiliani-Volksfest laufen noch auf Hochtouren. Überall wird geschraubt, gehämmert, Hand angelegt. Aber eines ist laut dem städtischen Organisator Uwe Zimmermann sicher: Zur Platzeröffnung am Freitag, 6. Juli, um 15 Uhr, werden alle Karussells laufen. Um 19 Uhr ist der offizielle Bieranstich.

Bei einem Rundgang stellten die Organisatoren des Rummels die neuen Attraktionen vor, die in diesem Jahr ihr Debüt auf dem Volksfest geben. Da ist einmal das U 300 in der Nähe des Riesenrades, ein Unterseeboot mit einer Haifisch-Schnauze. Dort soll es bei einer virtuellen Tauchfahrt ins Grauen mit beweglichen Sitzen und Drehbewegungen des Bootes in 18 Metern Höhe 5 D-Illusionskino geben. 

Höhenrausch in der XXL-Schaukel. Am Freitag wird das Kiliani-Volksfest eröffnet 2018 Foto: Thomas Obermeier

Nix für schwache Nerven 

Premiere in Würzburg hat auch die Riesenschaukel "XXL-Höhenrausch", eine Hochgeschwindigkeitsschaukel, die bis zu 45 Meter hoch in die Luft fliegt, während die Mitfahrer die Füße baumeln lassen können. Nichts für ganz schwache Nerven jedenfalls.

Eine Achterbahn ganz im alten Stil für Familien, deren Sprösslinge über sechs Jahre alt sind, ist der "Alpencoaster". Das Fahrgeschäft mit riesigen Dimensionen und 570 Metern Schienenlänge war viele Jahre unter dem Namen "Himalaya-Bahn" in Würzburg  zu Gast.  2014 sollte es verschrottet werden, bevor es der neue Besitzer kaufte und von Grund auf sanierte: Nostalgie pur.

Rasante Beschleunigung im Kick Down

Neu ist auch das Hoch- und Rundfahrgeschäft "Kick Down", das ein Tempo von bis zu 50  Stundenkilometer erreicht und eine Beschleunigung von 4 g schafft.  Aber auch der Musikexpress kommt in Form des "Hawaii Swing" in neuer Form nach Würzburg. Und für Familien mit kleineren Kindern gibt es als Premiere die Kindertraumschleife mit modernen Fahrzeugen.

Erst 2017 in Auftrag gegeben und 2018 fertiggestellt wurde die Zwei-Etagen-Geisterbahn "Ghost Adventure" mit ihren vielen Gruseleffekten. Die Würzburger können sie erstmals testen.

Natürlich können sich die Rummelfans auf viele Klassiker freuen wie Wellenflieger, Autoscooter oder Riesenrad. Und wieder mit dabei ist der 80 Meter hohe "Sky Fall" mit seinem bodenlosen Sturz in die Tiefe.

Sicherheitsfragen

Zum Abschluss des Rundganges in der heißen Mittagssonne ging es mit den Medienvertretern ins kühle Festzelt. Und dort kam auch die Frage nach der Sicherheit auf. Laut Oliver Staudt, der für die Würzburger Polizei die eigene Kiliani-Wache mitbetreut, wollen die Beamten auch 2018 bürgerfreundlich agieren: "Wichtig ist uns die starke Präsenz bei den Streifen. Damit können Eskalationen schon im Vorfeld entschärft werden." Diese Wache neben dem Festzelt ist von 17 Uhr bis Volksfestende besetzt." Wir sind die letzten, die den Platz verlassen", verspricht Staudt.

Als Ergänzung zu den Beamten hat die Stadt wieder einen eigenen privaten Sicherheitsdienst verpflichtet. Dessen Mitarbeiter laufen während der Öffnungszeiten permanent Streife. Und die eigenen Leute des kommunalen Überwachungsdienstes  sind ebenfalls im Umfeld um das Volksfest unterwegs. In der Nähe des Autoscooters steht außerdem wieder der Sanitätscontainer, der erste Hilfe für die Rummelfans anbietet.

Auch die Kontrollen durch eigene Sicherheitskräfte im und am Festzelt haben sich bewährt: So werden seit 2017 Taschen und Rucksäcke durchsucht. Das Mitnehmen von Flüssigkeiten ist verboten. Auf dem Platz selbst wird es wieder stichprobenartige Überprüfungen geben. 

Die Maß Festbier kostet 9,30 Euro

Das Festbier ist sicher ein Thema für viele Besucher. Dafür zeichnet wieder die Würzburger Hofbräuverantwortlich. Bernsteinfarben und süffig wird es sein. Die Maß kostet in diesem Jahr 9,30 Euro. Die Erzeugnisse im Festzelt werden alle frisch zubereitet, versichert Festwirt Michael Hahn. Und neben Volksmusikgruppen, die ab 14 Uhr unverstärkt im Zelt spielen, gibt es am Abend ein hochrangiges Partyprogramm, unter anderem mit den Jets .

"Lansers Stadl und Almhüttendorf", seit 2016 dabei mit eigener Livemusik, wird auf Kiliani nicht mehr auftreten. Betreiber Erik Lanser machte gesundheitliche Gründe geltend.

Main-Post verlost Kiliani-Rundgänge

Eine tolle Nachricht für alle Rummel-Fans: Die Main-Post verlost die Tickets für 20 komplette Rundgänge auf Kiliani. Damit können die Leser alle Fahrgeschäfte einmal nutzen, egal ob für Familien oder Jugendliche/Erwachsene. Wer einen Rundgang gewinnen möchte, sollte an diesem Donnerstag, 5. Juli, bis 14 Uhr unter Tel. (0 13 78) 00 89 10 anrufen. Der Anruf kostet 50 Cent aus dem Festnetz. Mobilkosten können abweichen.

Rückblick

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