Würzburg

Vorschlag: Ein Parkhaus auf der Würzburger Talavera?

Der Talavera-Parkplatz ist bei Anwohnern und Auswärtigen als kostenfreier Parkplatz beliebt. Zukünftig soll er jedoch bewirtschaftet werden. Foto: Patty Varasano

Wirkliche Neuigkeiten gibt es nicht zur geplanten Bewirtschaftung des Talavera-Parkplatzes – aber eine neue Idee: Charlotte Schloßareck (Bürgerforum) und Josef Hofmann (FWG) haben in der jüngsten Sitzung des Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschusses (PUMA) vorgeschlagen, den Bau eines Parkhauses auf einer Teilfläche der Talavera zu prüfen.

Ob künftig der komplette Parkplatz mit seinen rund tausend Stellplätzen bewirtschaftet wird oder nur ein Teil, und ob eventuell ein Teil für Bewohner der Zellerau mit entsprechendem Anwohner-Parkausweis freigehalten wird: All diese Entscheidungen sind noch nicht gefällt.

Überlegungen seit einem Jahr

Seit Oktober 2018 wird bereits über verschiedene Varianten nachgedacht. Damals hat der Ausschuss die Verwaltung beauftragt, an acht Orten im Stadtgebiet Park&Ride-Plätze mit direkter Anbindung an den ÖPNV zu schaffen. Dazu gehören auch – so die aktuelle Beschlusslage – die bisher kostenlosen Parkplätze auf der Talavera und am Dallenberg-Bad, die künftig von der Würzburger Stadtverkehrs-GmbH (SVG) bewirtschaftet werden sollen. Der Beschluss fordert ausdrücklich auch ein Anwohner-Parkkonzept für die Zellerau.

Vor einer Bewirtschaftung der Talavera soll aber zunächst ein umfassendes P+R-Tarifkonzept von der SVG erarbeitet werden. Stadtbaurat Benjamin Schneider hofft, dem Stadtrat noch in diesem Jahr konkrete Ergebnisse vorlegen zu können. "Uns geht es darum, das Thema Talavera mit den übrigen Standorten in Einklang zu bringen und ihnen mehrere Varianten vorzuschlagen", erklärte Schneider im Ausschuss. Sein mündlicher Bericht ging zurück auf einen Antrag der Grünen, die den aktuellen Sachstand wissen wollten.

"Uns geht es darum, das Thema Talavera mit den übrigen Standorten in Einklang zu bringen."
Stadtbaurat Benjamin Schneider

Schneider stellte mehrere Überlegungen mit verschiedenen Vor- und Nachteilen in den Raum. Eine Bewirtschaftung des gesamten Platzes – wegen Frühjahrs- und Kiliani-Volksfest mit mobilen Schranken, die bei Veranstaltungen entfernt werden können – hätte laut Schneider unter anderem den Vorteil, dass Zu- und Abfahrten genau gesteuert und die Daten in das Parkleitsystem eingespeist werden könnten.

Kontrolle durch Ordnungsdienst?

Möglich sei auch eine teilweise Bewirtschaftung mit zusätzlichen Kurzzeit-Parkzonen oder für Anwohner reservierten Stellplätzen. Bei einer Bewirtschaftung mit Parkschein-Automaten an Stelle von Schranken müsste die Parkdauer von Mitarbeitern des Kommunalen Ordnungsdienstes überwacht und Verstöße geahndet werden, so der Baureferent weiter.

Der künftige Parktarif für die Talavera stehe auch in direktem Zusammenhang mit dem derzeit nicht besonders gut ausgelasteten Parkdeck auf der anderen Mainseite in der Veitshöchheimer Straße. Das Ergebnis der Überlegungen ist nicht neu: "Wir brauchen ein abgestimmtes Konzept für alle Park & Ride-Plätze", sagte Schneider. Und die Diskussion über eine Bewirtschaftung der Talavera dürfe auch erst nach Vorliegen eines solchen Konzeptes geführt werden und nicht vorher, ergänzte der CSU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Roth.

Zellerauer mit Parkproblemen

Wirklich neu in der Diskussion war nur der Vorschlag von Josef Hofmann und Charlotte Schloßareck, über ein mehrgeschossiges Park & Ride-Parkdeck auf einer Teilfläche der Talavera zumindest nachzudenken – ähnlich dem Parkhaus oberhalb der Unikliniken an der künftigen Straba-Endhaltestelle in Grombühl. Schloßareck forderte die Verwaltung außerdem noch einmal auf, dringend eine Lösung für die Bewohner der Zellerau zu finden: "Sie fahren nach Feierabend teilweise eine halbe Stunde herum und suchen einen Parkplatz. Das muss aufhören."

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