Gollhofen

Vortrag über hitze- und trockenheitsverträgliche Stauden

OGV-Vorsitzende Anne Englert (links) dankte Andreas Adelsberger (rechts) von der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau für seinen interessanten Vortrag über hitze- und trockenheitsverträgliche Stauden.
OGV-Vorsitzende Anne Englert (links) dankte Andreas Adelsberger (rechts) von der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau für seinen interessanten Vortrag über hitze- und trockenheitsverträgliche Stauden. Foto: Gudrun Trabert

Mit der Hauptversammlung wurde das Jubiläumsjahr zum 125-jährigen Bestehen des Obst- und Gartenbauvereins eingeläutet. Und als Überraschung gab es für alle Besucher sogar ein Glas Sekt.

Zunächst aber sprach Andreas Adelsberger von der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau Veitshöchheim zum Thema: „Hitze- und trockenheitsverträgliche Stauden“. Das Interesse war groß, denn die steigende Anzahl an heißen und trockenen Sommern lässt viele Gartenbesitzer nach Pflanzen und  Anlageformen Ausschau halten, die mit weniger Wasser auskommen.

Pflegeaufwand

Viele Ideen und Pflanzvorschläge hatte Andreas Adelsberger in Form von Bildern mitgebracht, zu denen er jeweils die einzelnen Pflanzen und ihre Besonderheiten erklärte. Je besser, so der Referent, die Stauden dem Standort angepasst seien, desto geringer werde der Pflegeaufwand.

Bereits beim Kauf von Pflanzen könne man darauf achten, denn die Unterteilung in Pflanzen für Freifläche (FR), Steinfläche (ST), Steppenheide (SH) und Gehölzrand (GR) sei im Fachhandel bereits bei der Auszeichnung der Pflanzen zu erkennen. Wichtig, so Adelsberger weiter, sei auch die zugehörige Kennzahl. Für unsere Region sei hier immer die Kennzahl 1-2 zu wählen, was so viel wie trockener bis frischer Standort bedeute.

Grundsätzlich, so der Fachmann, könne man trockenheitsverträgliche Stauden an ihren Speicherorganen (Rhizome oder Knollen), verdickten Blättern (Wasserspeicher), metertiefen Wurzeln oder ihrer Blattanpassung (meist silbergraue, fein gefiederte oder behaarte Blätter) erkennen.

Vielfältig blühende Beete

Lust machte Andreas Adelsberger auf die Anpflanzung von Stauden in Kies- oder Sandbeeten. Dabei meinte er aber nicht die zunehmend zu sehenden sterilen Stein- oder Schotterflächen vor Neubauten, sondern vielfältig blühende Beete, die anstatt mit Rindenmulch mit einer zwanzig bis dreißig Zentimeter dicken Schicht aus Kies oder Estrichsand bedeckt wird.  Eine gut durchdachte Auswahl an Früh-, Sommer- und Spätblühern sorge dafür, dass immer etwas blühe, viele Insekten angezogen und das Beet sich immer selbst regenerieren würde. Lediglich im ersten Jahr müsse gut gegossen werden, damit die Pflanzen schnell in die Tiefe wurzelten, ab dem zweiten Jahr brauche man dies nicht mehr, die Erde trockne durch den hohen Belag an Sand nicht aus und das Herausziehen von Unkraut sei zudem im losen Material viel leichter.  Zum Nachlesen für Zuhause gab es Pflanzlisten für die Besucher.

Termine im laufenden Jahr

Im zweiten Teil des Abends ließen Obst- und Gartenbauvereinsvorsitzende Anne Englert und Vorstandsmitglied Petra Wagner das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren und gaben für das laufende Jahr die bereits feststehenden Termine bekannt. Am 2. Mai um 14.30 Uhr wird der Konfirmandenbaum gepflanzt, am 8. Mai treffen sich Interessierte, um 16.30 Uhr um gemeinsam zur Kräuterwanderung mit Daniela Wattenbach nach Burgbernheim zu fahren.  Das 125-jährige Jubiläum wird am 28. August in Verbindung mit dem Kindertag gefeiert.

Die Grüße des Kreisverbandes der Gartenbauvereine überbrachte Erika Redinger, die Gemeinde Gollhofen wurde durch Gisela Keller vertreten.

Von: Gudrun Trabert für den Obst- und Gartenbauverein Gollhofen

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