Winterhausen

Wabentarif ist noch nicht ganz abgehakt

Mit Kritik an der Tarifgestaltung im Verkehrsverbund Mainfranken hat sich der Marktgemeinderat Winterhausen ausführlich beschäftigt. Archiv-Foto: Klaus L. Stäck

Über die Tarifgestaltung im Verkehrsverbund Mainfranken diskutierte der Marktgemeinderat Winterhausen erneut ausführlich. Wie mehrmals berichtet, gibt es Bürger, die Kritik am Wabensystem üben. Ratsmitglied Anja Renz hatte dies anfangs dieses Jahres zum Thema im Gemeinderat gemacht.

Ihrer Auffassung nach würde Winterhausen benachteiligt, weil bei der Fahrt mit der Bahn nach Würzburg zwei Waben durchquert werden, in denen zwar keine Haltestellen liegen, die aber für die Ermittlung des Fahrpreises mitzählen. Noch ungünstiger sei die Lage für die Sommerhäuser, weil sie den gleichen Preis zahlen, aber mit dem Bus noch wesentlich länger unterwegs sind als die Winterhäuser mit dem Zug.

Bürgermeister Christian Luksch erinnerte an die Vorstöße, die bisher gemacht wurden, um eine Änderung zu erreichen, die aber noch zu keinem konkreten Ergebnis führten. Der frühere Bürgermeister Wolfgang Mann schrieb einen Brief an die Verantwortlichen des Verbunds. Über die Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt lief eine Initiative.

Bemängelt wurde, dass gegenüber dem früheren System, wo das Tarifgebiet in Zonen aus konzentrischen Ringen eingeteilt war, das Wabensystem eine nachteilige Veränderung für die Landgemeinden gebracht habe. Bürgermeister Christian Luksch hat mit viel Mühe noch eine Karte mit der alten Einteilung organisieren können und ein Gespräch mit einem Verantwortlichen des VVM geführt.

Dessen Argumentation, dass sich das Wabensystem aus dem früheren Ringsystem ableite und sich dadurch keine Verschlechterung gegenüber anderen Gemeinden ergeben habe, konnte Luksch nachvollziehen. Auch mit dem Chef des Landkreis-Kommunalunternehmens, Alexander Schraml, hat er das Thema besprochen. Der habe vorgebracht, dass eine Änderung allein für Winterhausen nicht möglich sei, sondern die Umstellung des Gesamtsystems notwendig mache. Auch wenn er selbst die seiner Meinung nach hohen Preise im Verbund bemängelte, konstatierte Bürgermeister Luksch: "Man kann und muss damit leben." Immerhin sei das Nahverkehrsangebot für Winterhausen sogar sehr gut mit bis zu 25 Verbindungen am Tag und Fahrzeiten zwischen elf und 14 Minuten bis zum Würzburger Hauptbahnhof.

Nach wie vor unzufrieden zeigte sich Kurt Kleinschnitz. Er sah trotz aller Bemühungen der letzen Monate seine Grundfrage nicht beantwortet, nämlich, nach welchen Kriterien die Einteilung des Tarifgebiets ursprünglich vorgenommen worden sei. Anja Renz stellte hierzu fest, dass also der Fehler schon in früherer Zeit zementiert worden sei. Die Tarifgestaltung empfindet sie nach wie vor als willkürlich. Die Landgemeinden würden die Großwabe Würzburg mit finanzieren, weil es Fahrscheine nur bis zum Hauptbahnhof nicht gebe, sondern man immer die Großwabe mitlösen müsse. Zudem sei die Einzelfahrt sehr teuer.

Bürgermeister Luksch will nun versuchen, über die ursprünglichen Kriterien der Tarifgestaltung noch etwas herauszubekommen. Dabei hatte er eigentlich gedacht, die Aussprache könne dazu dienen, das Thema zumindest vorläufig erledigen zu können.

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