WÜRZBURG

Wahlplakate: Immer noch hängt viel im Argen

Eigentlich gegen die Vorschrift: Strohmeier-Plakat in der Spiegelstraße. Foto: PATRICK WÖTZEL

Am vorvergangenen Wochenende pflasterten Wahlhelfer beinah aller Parteien und Gruppierungen vor allem die Innenstadt mit rund 4000 Plakaten zu. Vielhundertfach missachteten sie die städtischen Bestimmungen für Wahlplakate und achteten weder auf die Sicherheit im Straßenverkehr, noch nahmen sie Rücksicht aufs Stadtbild. Mehr als eine Woche später hängt immer noch vieles im Argen.

Rathaus-Sprecher Georg Wagenbrenner berichtet auf Nachfrage, ein Mitarbeiter im Ordnungsamt sei „derzeit komplett damit ausgelastet, Parteien und Gruppierungen mit Nachdruck schriftlich und telefonisch“ an die „gemeinsam getroffenen Absprachen zur Wahlplakatierung zu erinnern“. Der Einsatz zeige an vielen Stellen in der Altstadt Wirkung. Gefahren für den Straßenverkehr bestünden nach Kenntnis des Ordnungsamtes nicht mehr.

Aber immer noch hängen viele Plakate zu hoch oder übereinander. Eine Reihe von Kandidaten lässt der Ärger in der Bürgerschaft ungerührt. Sie werden, teilt Georg Wagenbrenner mit, nicht einzeln kontaktiert. Ansprechpartner für die Stadt seien die Parteien und Gruppierungen.

Die Stadtverwaltung ziehe „kooperative Lösungen“ vor. „Konkrete Fristsetzungen für das Ab- beziehungsweise Umhängen gibt es derzeit nicht.“

Neues gibt es zu Helmut Strohmeier. Der Kandidat vom Bürgerforum hatte sich, wie berichtet, beklagt, weil Grüne sein Plakat höher hängten, um einen eigenen Dreiecksständer darunter zu schieben. Mittlerweile wurden aber zu hoch hängende Strohmeier-Plakate gesichtet, ganz ohne regelwidrigem Unterbau.

Beschwerden über regelwidriges Plakatieren nimmt die Würzburger Stadtverwaltung entgegen unter Tel. (09 31) 37-27 01.

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