Würzburg

Warum Mark Benecke nicht zur OB-Wahl in Würzburg antreten darf

Nur elf der zwölf Parteien, die in den Stadtrat wollten, sind zur Wahl zugelassen. Auch von den 50 Stadträten der letzten sechs Jahre treten einige nicht mehr an.
Zuletzt warb Mark Benecke sogar mit Wahlplakaten in Würzburg für "Die Partei". Trotzdem wurde er zur Oberbürgermeisterwahl nicht zugelassen.  Foto: Tim Eisenberger

Bei der Kommunalwahl am 15. März haben die Würzburger Bürger die Wahl zwischen sechs Oberbürgermeisterkandidaten. Der siebte mögliche Kandidat Mark Benecke von der Satirepartei "Die Partei" hat die 385 notwendigen Unterschriften nicht erreicht. Nur 183 Bürger unterstützen die Kandidatur des bekannten Kriminalbiologen im Rathaus. Auch die Stadtratsliste der Partei wurde vom Wahlausschuss, der am Dienstagmorgen tagte, abgelehnt, weil "Die Partei" hierfür nur 179 der benötigten 385 Unterschriften sammeln konnte.

"Es ist schade. Wir werden die Würzburger in den nächsten Wahlkämpfen wohl mal richtig in die Verantwortung nehmen und das Verwöhnprogramm etwas zurückschrauben", findet Andrea Kübert, Vorsitzende und Spitzenkandidatin von "Die Partei" in Würzburg. Weil die Partei nicht im bayerischen Landtag oder im Bundestag sitzt und auch bisher nicht im Würzburger Stadtrat vertreten war, musste die Satirepartei die Unterschriften sammeln. So will es das bayerische Wahlrecht.

Elf Parteien zugelassen

Insgesamt hat der Wahlausschuss also elf Listen für die Stadtratswahl zugelassen. Neben den bereits im Stadtrat sitzenden Parteien und Gruppierungen CSU, SPD, Grüne, FDP, FWG, WL, ÖDP, ZfW, Bürgerforum und Linke wurde auch die Liste der AFD zur Stadtratswahl zugelassen. Von den 50 amtierenden Stadträten wollen 42 auch in der neuen Legislaturperiode wieder ins höchste Gremium der Stadt einziehen. Doch auch einige langjährige Stadträte wie Hans Werner Loew oder Wolfgang Scheller treten nicht mehr an.

Bei der Wahl des Kreistag hat das Landratsamt alle acht Parteien, die eine Liste eingereicht haben, auch zur Wahl zugelassen. Zu den bereits vertretenen Parteien CSU, SPD, Grüne, FDP, FW/UWG und ÖDP kommen noch die Listen der AFD und der Linken. Die Republikaner stellen keine Liste mehr für den Kreistag auf.

Main-Post-Wahlarena am 11. Februar

Am 11. Februar findet die Main-Post-Wahlarena im Vogel Convention Center statt. Bei der Podiumsdiskussion diskutieren die sechs Kandidatinnen und Kandidaten um das oberste Amt der Stadt über die wichtigsten Wahlkampfthemen. Beginn ist um 19 Uhr. Einen Live-Ticker der Veranstaltung können sie auf www.mainpost.de verfolgen.

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