Würzburg/Schweinfurt

Warum Pflege- und Heimkinder nur 25 Prozent Lohn behalten

Von ihrem Ausbildungsgehalt müssen Pflege- und Heimkinder 75 Prozent an das Jugendamt abgeben. Das macht es für viele schwierig, Geld anzusparen.
Das Jugendamt kommt für den Lebensunterhalt von Pflege- und Heimkindern auf. Die Jugendlichen, die Geld verdienen, müssen sich mit 75 Prozent ihres Gehalts daran beteiligen.  Foto: Bernd Weissbrod, dpa
Eigentlich würde Lea Schimpke in ihrer Ausbildung zur Schreinerin im zweiten Lehrjahr rund 500 Euro verdienen. Wirklich zur Verfügung hat sie davon allerdings nur 110 Euro. Da sie im Heim lebt, in der Wohngruppe der Diakonie Würzburg, muss sie 75 Prozent ihres Einkommens an das Jugendamt zahlen. Die 21-Jährige findet das nicht gerecht: "Ich würde gerne ausziehen, aber kann kaum etwas ansparen", erzählt sie. So wie ihr geht es vielen Jugendlichen in Heimen und Pflegefamilien. In Unterfranken gab es im Februar dieses Jahres laut der Bezirksregierung 1638 belegte Heimplätze, dazu zählen ...
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