Würzburg

Warum diese Würzburger ein Vorbild sind

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml zeichnete zehn Unterfranken für ihr ehrenamtliches Engagement aus: Vier Geehrte kommen aus Stadt und Landkreis Würzburg.
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (Vierte von links) zeichnete zehn ehrenamtlich aktive Unterfranken aus. Mit dabei waren Brigitte Keller aus Rimpar (links) und Günther Haberland aus Würzburg (rechts). Für Marita Pohl und Norma Roth nahm Dr. Adolf Bauer die Ehrung entgegen. Foto: Thomas Obermeier

Günther Haberland aus Würzburg engagiert sich seit 1988 im evangelischen Wohnstift St. Paul. "Ihm liegt es besonders am Herzen, älteren Menschen mit seinem Besuch eine Freude zu machen", würdigte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml in ihrer Laudatio seine Verdienste. Er schenke den Bewohnern Aufmerksamkeit und gehe auf ihre persönlichen Bedürfnisse ein.

Günther Haberland (rechts) wurde für sein Engagement im Wohnstift St. Paul ausgezeichnet. Foto: Thomas Obermeier

Gemeinsam mit seiner Frau Erika habe er vor 30 Jahren mit der Betreuung der Kaffeenachmittage im Wohnstift begonnen. Mit seiner geselligen und empathischen Art sorge er für gute Unterhaltung. Seit vielen Jahren nehme er am Leben der Heimbewohner teil und lasse sie auch an seinem Leben teilhaben. "Bei allem, was Herr Haberland macht, strahlt er eine unglaubliche Freude aus, die sich fast zwangsläufig auf die älteren Menschen überträgt." Eineinhalb Jahre lang pflegte er auch seine Frau zu Hause, bis sie ein Zimmer in dem Würzburger Wohnstift erhielt.

Brigitte Keller aus Rimpar war eine von zwei Gründerinnen der Selbsthilfegruppe „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ für die Region um Würzburg, nachdem sie ihre eigene Erkrankung überstanden hatte. Aktuell ist sie als stellvertretende Vorsitzende der seit 2009 bestehenden Gruppe tätig. "Die Diagnose Krebs bringt das Leben erkrankter Frauen und ihrer Angehörigen erheblich ins Wanken", bezog sich Huml auf Kellers besonderes Anliegen, ihnen "zu helfen und sie darin zu unterstützen, neue Perspektiven zu entwickeln für ein Leben mit oder nach einer Erkrankung."

"Ehrenamtliche sind Vorbilder für gelebte Mitmenschlichkeit."
Melanie Huml, Gesundheitsministerin

Keller organisiert monatliche Treffen, Workshops, Patiententage und nimmt mit ihrer Gruppe am jährlich stattfindenden Brustkrebsforum in der Würzburger Frauenklinik teil. Die Öffentlichkeit für das Thema Brustkrebs zu sensibilisieren, liege ihr am Herzen, würdigte Huml. Die Selbsthilfegruppe bezeichnete die Ministerin als "sehr wichtige Anlaufstelle für betroffene Frauen".

Brigitte Keller (rechts) gründete die Selbsthilfegruppe „Frauenselbsthilfe nach Krebs“. Foto: Thomas Obermeier

Margita Pohl aus Würzburg engagiert sich seit 1997 beim Halma Helferkreis. Die Gruppe geschulter Laien setzt sich für die Unterstützung und Begleitung von psychisch erkrankten, älteren Menschen sowie für Menschen mit Demenz im häuslichen Umfeld ein. Ihnen begegne sie mit "sehr viel Empathie, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit." Außerdem seien ihre Fachkenntnisse als gelernte Krankenschwester von unschätzbarem Wert. Zudem engagiert Pohl sich ehrenamtlich in ihrer heimatlichen Pfarrgemeinde.

Norma Roth aus Würzburg ist seit 2009 beim Malteser Hilfsdienst in der Hospizarbeit aktiv. "Sie übt dieses anspruchsvolle Ehrenamt mit einer besonders hohen Einsatzbereitschaft und Hingabe aus", dankte Huml ihr. Roth trage dazu bei, dass Lebensqualität und Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen soweit wie möglich erhalten bleibe. Besonders am Herzen liege ihr die Kinderhospizarbeit. Die Laudatio schloss sie mit bewegten Worten: Roth schaffe Linderung, wo Heilung nicht mehr möglich sei: "Sie ist ein großes Vorbild für ihre Mitmenschen."

Für Pohl und Roth nahm Würzburgs zweiter Bürgermeister Dr. Adolf Bauer die Auszeichnung entgegen. Huml würdigte alle Geehrten als "Vorbilder für gelebte Mitmenschlichkeit".

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