Würzburg

Warum ein Stückchen Würzburg zum zweiten Mal autofrei wird

Foto des Organisationsteams, das hinter dem zweiten freiwilligen autofreien Samstag in Würzburg steht. Von links, hinten: Marie Büchner, Laura Kraus, Chaminda Perera und Christina Träumer, vorne: Simon Hillenbrand, Ben Radler, Anna-Lena May und Martin Schelzig Foto: Alexander Axmann

An einem Samstag im Juni 2018 war ein Stück des Oberen Mainkai vorübergehend gesperrt worden. Kein Auto weit und breit. Dieses Szenario wiederholt sich am kommenden Samstag, 21. September, wenn es zum zweiten freiwilligen autofreien Samstag kommt. Diesmal ist der gesperrte Abschnitt sogar noch länger. Das Ordnungsamt bewilligte 600 Meter autofreie Zone von der Einfahrt des "Wöhrl"-Parkhauses bis zur Einfahrt des Parkplatzes am Willy-Brandt-Kai an der Ludwigsbrücke. Im vergangenen Jahr waren es etwa 300 Meter. An der Hauptbühne wird um 13 Uhr der zweite freiwillige autofreie Samstag eröffnet. Gesperrt ist der Abschnitt von 13 bis 18 Uhr.

Die Veranstalter der Aktion laden alle Bürger ein, am Samstag freiwillig auf das Auto zu verzichten und am "Aktionsort", dem gesperrten Bereich am Oberen Mainkai, Straßenmusik, Tanz oder ein Picknick zu genießen. Das Projekt, das im Zuge der Europäischen Mobilitätswoche stattfindet, versucht, dass die Interessierten ihr Mobilitätsverhalten hinterfragen. Der Dialog mit dem Bürger stehe im Vordergrund, dabei ist es ganz egal, ob Autofahrer, Fußgänger, ÖPNV-Nutzer oder Fahrradfahrer. Autos zu verbieten sei nicht das Ziel dieses Tages, aber es soll Aufmerksamkeit auf die Flächenungerechtigkeit gerichtet werden, denn die Autostraße ist gegenüber allen anderen Verkehrswegen eindeutig überlegen. An über 20 Ständen wird der Frage nachgegangen, wie man das Leben in Würzburg nachhaltiger gestalten kann. 

Bündnis "Verkehrswende jetzt" organisiert Sternfahrten

Um möglichst viele Leute zum Mitmachen zu bewegen, organisiert das Bündnis "Verkehrswende jetzt" Sternfahrten aus den umliegenden Gemeinden und Stadtteilen. Gegen 15 Uhr sollen alle Touren am autofreien Abschnitt eintreffen. Dort wird den Fahrradfahrern und Besuchern allerhand geboten sein.  Um  16 Uhr gibt es eine Fahrradversteigerung, bei der etwa 20 Räder unter den Hammer kommen. Desweiteren besteht die Möglichkeit, kleinere Schäden am geliebten Drahtesel zu reparieren. Für Verpflegung ist ebenfalls gesorgt, denn die Gruppierung Veganes Würzburg hat einen Essensstand, an dem es "Chili Sin Carne" geben wird. Wer ein wenig Entspannung sucht, der kann mit einer eigenen Matte am Aktionsort erscheinen und dort unter der Leitung von Anna Jopp mit anderen Yoga machen.

Informatives Angebot auf 600 Metern

Neben dem bunten Unterhaltungsprogramm wird es auf den rund 600 Metern abgesperrter Fläche ein informatives Angebot geben, das Diskussionen und neue Ideen für die Bürger anregen soll. Mehr als 20 verschiedene Initiativen sind Teil des Aktionsortes. Unter anderem bieten die Ortsgruppen von "Scientists For Future" und "Parents For Future" einen Infostand an. Zudem verteilt die Initiative "Foodsharing" an ihrem Stand gerettete Lebensmittel. Dazu sollen die Besucher eigene Beutel zum Einpacken mitbringen. Für Neugierige gibt es den Tag über kostenlose Rikschafahrten auf der gesamten Strecke. Um 17.45 Uhr wird die Aktion mit einer offiziellen Kundgebung beendet.

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