Würzburg

Was Sie zum neuen Nautiland-Bad in Würzburg wissen müssen

Schwimmerfreuden im neuen Nautiland-Bad in der Zellerau: Das 25 Meter lange Sportbecken hat jetzt sechs Bahnen. Am 24. November ist die offizielle Eröffnung.  Foto: Thomas Obermeier

Dass eine Stadt ein komplett neues Schwimmbad bekommt, passiert nicht alle Tage. Am Sonntag, 24. November um 9 Uhr ist es nach jahrzehntelangen Diskussionen, Untersuchungen und Planungen soweit. Dann beginnt der Schwimm- und eine Stunde später der Saunaspaß im neuen Nautiland-Bad am Nigglweg. Für rund 34 Millionen Euro wurde es auf dem Gelände des alten Nautilands komplett neu errichtet.

Was erwartet die Besucher im neuen Nautiland-Bad? 

Das neue Nautiland ist zweigeteilt – in eine Wasser- und in eine Saunalandschaft. In der Wasserlandschaft, dem Badebereich, gibt es sieben Becken mit rund 1100 Quadratmetern Wasserfläche. Die rund 80 Meter lange und sieben Meter hohe Schwimmhalle beherbergt ein Lehrschwimm-, ein  Erlebnis-, ein Plansch- sowie ein 25 Meter langes Sportbecken – jetzt mit sechs statt bislang fünf Bahnen und inklusive Einmeterbrett und Dreimeterturm. Ein warmes und ganzjährig betriebenes Erlebnisbecken gibt's auch im Außenbereich, dazu im Sommer ein dreibahniges Sport- und ein Planschbecken. Der Schwimmbereich ist auf maximal 600 Besucher gleichzeitig konzipiert. 

Welche Hauptattraktion gibt es im neuen Nautiland-Bad?

Eine Attraktion ist die 87 Meter lange Rutsche mit wählbaren Spezialeffekten. Man rutscht durch verschiedene Welten wie einen Dschungel, eine Unterwasserlandschaft oder durch flackerndes Disco-Licht. Bäder-Chef Jürgen Athmer hat für die Zukunft weitere Attraktionen wie zeitversetzte Videoübertragungen der Sprünge vom Dreimeterturm auf einen Bildschirm in der Schwimmhalle angekündigt.

Wie sind die Wassertemperaturen?

Rund 33 Grad warm sind die beiden Erlebnisbecken mit ihren Sprudeln im Innen- wie im Außenbereich sowie das Planschbecken. Das Wasser im Lehr- oder Nichtschwimmerbecken ist 30 Grad warm, im Sportbecken herrschen 27 Grad.

Entspannen auf den Sprudeldüsen: Ein Erlebnisbecken gibt's im neuen Nautiland innen und außen. Das Wasser ist etwa 33 Grad warm. Foto: Thomas Obermeier

Was bietet die Saunalandschaft im Nautiland-Bad? 

Der Wellness- und Saunabereich bietet im Innenbereich die Saunen "Goldener Wald" (65 Grad warm) und "Weinkabinett" (90 Grad), im Außenbereich die Atriumsauna (65 Grad) und die Teichblick-Sauna (90 Grad) sowie die 100 Grad warme Erdsauna. Die Teichblick-Sauna ist die größte und als Event-Sauna konzipiert. Sie ist im Nebengebäude untergebracht, das wie das große Bad die Form eines Bumerangs hat. Dampfbad, Tauchbecken, Eisbrunnen, Ruheräume, Massageplätze, Pool-Bar sowie ein großer Garten mit Außenduschen, Nebelfeld, Teich und Kneippgang ergänzen das Angebot. Ein Tauchbecken im Freien gibt es nicht. Die Sauna ist auf maximal 200 Nutzer gleichzeitig ausgelegt.

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Wo gibt es Essen und Getränke im neuen Nautiland-Bad?

Im Schwimmbad ist Selbstbedienung, im Angebot sind Getränke, kleine Snacks und größere Speisen.  Im Innenbereich wie auf der Terrasse stehen jeweils 40 Sitzplätze zur Verfügung. Bezahlt wird nicht mit Bargeld, die Buchung erfolgt auf dem Eintrittscoin. Beim Verlassen des Bades ist der gebuchte Betrag an einem Automaten zu zahlen. Das gilt auch für die Gastronomie in der Sauna, deren Gastro-Bereich ebenfalls über jeweils 40 Sitzplätze innen und außen verfügt. Die Saunagäste werden bedient und können zwischen kleinen Speisen und kompletten Menüs wählen. An der Pool-Bar im Saunabecken können Getränke genossen werden. Zudem gibt's im Foyer vor der Kasse einen  Bistrobereich. Dass Badegäste ihr Essen mitbringen, wird laut Bäder-Chef Athmer "nicht gern gesehen", doch es gebe dafür eine kleine Verzehr-Ecke.

Wie sind die Öffnungszeiten im neuen Nautiland-Bad?

Das neue Nautiland ist täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet. Frühschwimmen ist montags, mittwochs und freitags, jeweils von 6 bis 8 Uhr möglich. Dienstags und donnerstags ist Frühschwimmen im Sandermare. Die Saunalandschaft ist täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet.

Was kostet der Eintritt? 

Fürs Schwimmbad gelten folgende Preise: Für die ersten 1,5 Stunden zahlen Jugendliche drei Euro, Erwachsene fünf Euro und Familien zwölf Euro Eintritt, pro weitere angefangene Stunde einen Euro (Familien zwei Euro). Der Tageshöchstpreis ist bei Jugendlichen 6,50 Euro, bei Erwachsenen 8,50 Euro und bei Familien 18 Euro. Am Wochenende sowie an Feiertagen ist der Basispreis (auch bei der Sauna) ein Euro teurer. Für Kinder unter sechs Jahren kostet der Eintritt einen Euro ohne Zeitbegrenzung.

Im alten Nautiland lag der Basispreis bei Jugendlichen bei 2,20 Euro, bei Erwachsenen bei 3,30 Euro, jedoch nur für eine Stunde. Die Tageskarte kostete 6,60 beziehungsweise 8,30 Euro, für Familien, wie jetzt auch, 18 Euro. Ermäßigungen, beispielsweise für Menschen mit Behinderung, gibt es in dem barrierefreien Bad nicht.

Der Eintritt für die Sauna: Vier Stunden kosten 18 Euro, jede weitere angefangene Stunde einen Euro, der Tageshöchstpreis liegt bei 20,50 Euro. Wer werktags vor zwölf Uhr kommt, zahlt 15 Euro (ist gleichzeitig ein Tagesticket). Von Montag bis Donnerstag gilt ab 19 Uhr ein Abendtarif für 13,50 Euro. Im Sauna-Tarif ist der Besuch des Schwimmbereiches inbegriffen. Kinder dürfen erst ab 14 Jahren in Begleitung Erwachsener in die Sauna.

Wie komme ich zum neuen Nautiland-Bad?

ÖPNV-Nutzer nehmen die Straßenbahn der Linien 2 oder 4 in die Zellerau und steigen an der neuen  Haltestelle "Nautiland" (bislang "Neunerplatz") aus. Wer radelt: Im Nigglweg neben dem Bad sollen bis zum Frühjahr über 100 Fahrradstellplätze zur Verfügung stehen. Wer mit dem Auto kommt: Auf dem Parkplatz vor der Umweltstation im Nigglweg stehen 70 bewirtschaftete Stellplätze zur Verfügung. 150 weitere, ebenfalls kostenpflichtige Plätze direkt vor dem Bad und der Eisbahn sollen im Frühjahr fertig sein. Zudem kann man kostenlos auf der Talavera parken.

Werbung jetzt in Rot-Weiß: Die neue Nautiland-Straßenbahn an der Haltestelle Nautiland. Foto: Cornelia Wagner (WVV)

Weshalb sind Schwimmbad und Sauna im neuen Nautiland-Bad getrennt?

Die Eintrittspreise für den Badebereich sollen sozialverträglich bleiben, die Sauna-Erlöse das Defizit mildern. Pro Jahr muss der Betreiber Bädergesellschaft, eine Tochter des Stadtkonzerns WVV,  gut eine Million Euro beim Badebetrieb drauflegen. Erwartet werden jährlich 250 000 Badegäste (im alten Nautiland waren es zuletzt 227 000) und bis zu 55 000 Saunabesucher.

Für wen ist das neue Schwimmbad gebaut?   

Für jeden Schwimm- und Saunafreund, vor allem aber für Familien, den Schwimmunterricht von Schulen und für Vereine wie DJK, DLRG oder Wasserwacht.

Warum überhaupt ein neues Schwimmbad? 

Der Vorgänger, das alte Nautiland-Bad, entstand 1990 auf Basis des 1973 errichteten Zellerauer Bades, war technisch veraltet und stark sanierungsbedürftig. So entschied sich der Stadtrat nach jahrezehntelangen Diskussionen, bei denen auch eine komplette Schließung zur Debatte stand, vor drei Jahren für einen Neubau.

Wieso heißt das neue Bad wieder Nautiland?

Ursprünglich sollte das Bad einen neuen Namen bekommen, jeder konnte Vorschläge machen. Doch bei einer Abstimmung, an der jeder Bürger teilnehmen konnte, fielen Namen wie "Festungsbad" oder "WÜ2O" durch. Über zwei Drittel plädierten für den alten Namen "Nautiland". Das Bad wird mit einem neuen Logo beworben.

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