Würzburg

Was der Kunstverein Würzburg 30 Jahre lang trieb

Die Kunstvereins-Vorsitzenden Eira Starke und Bernd Schmidtchen sowie Jörg Nellen edierten die Chronik. Foto: Joachim Fildhaut

Groß gefeiert hat der Kunstverein Würzburg seinen 30. Geburtstag bereits. Bei der Vernissage zur aktuellen Ausstellung "maritime Motive" (wir berichteten) stellten die Betreiber des Kunstschiffs Arte Noah das Logbuch dieser drei Jahrzehnte vor. Ein konsequenter Kurs: Nur extrem selten stellen hier Künstler der Region aus. Das wurde vor 30 Jahren, bei der Gründung des Kunstvereins, in der lokalpatriotischen Öffentlichkeit zwar moniert, aber die Aufgabe von Kunstvereinen ist es nun einmal, dem Publikum neueste Bildwerke nahezubringen, die repräsentativ für das große ganze Kunstgeschehen sind.

Das dokumentieren die knapp 100 Seiten der Kunstvereinsgeschichte, die treibende Kräfte vorstellt, an das Ringen um das 1995 eröffnete Galerieschiff – zuvor stellte man zum Beispiel in Spitäle und Residenz aus – und an den Knatsch um Liegeplätze erinnert. Es folgt eine Liste der vertretenen Künstler in den ersten 20 Jahren und dann eine kleine visuelle Feier der 2010er Jahre auf dem Main: jede einzelne Schau in Kurzbiografien, die genug Platz für die angemessene Reproduktion eines Auswahl-Kunstwerks bieten. Das Buch endet mit vielfältigem Sonstigem, das der Kunstverein zum kulturellen Leben der Region beiträgt.

Auffälliger Schwerpunkt

Wenn man die Kunstschiff-Geschichte Revue passieren lässt, fällt auf, wie häufig Künstler auf die Arte Noah eingeladen werden, die mit der Raumwahrnehmung arbeiten. Das ist gerechtfertigt, schließlich bildet das Innere des alten Binnenschiffs ja eine einzigartige Kubatur. Viel dieser raum-bezüglichen Kunst ist im engeren Sinn Skulptur. Diesen unauffälligen Schwerpunkt teilt die Arte Noah mit ihrem Nachbarn, der Städtischen Galerie im Kulturspeicher; dort wird die dreidimensionale Kunstgattung als das Erbe der in Würzburg geborenen Bildhauerin Emy Roeder gepflegt. So ist, auch wenn nur wenige heimische Künstler auf der Arte Noah ausstellen, das Kunstschiff doch solide in der Region vertäut.

Erhältlich ist der Katalog am Hafenbecken hinter dem Oskar-Laredo-Platz für acht Euro (für Mitglieder des Kunstvereins Würzburg: 5 Euro).

Schlagworte

  • Würzburg
  • Joachim Fildhaut
  • Ausstellungen und Publikumsschauen
  • Bildhauer
  • Emy Roeder
  • Feier
  • Geburtstage
  • Kunstvereine
  • Künstlerinnen und Künstler
  • Publikum
  • Vernissagen
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!