Würzburg

Was lange währt, wird grün und nass

Auf dem Gruppenfoto zu sehen (von links): Stefan Schürger (Fachdienst EKJFH), Wolfgang Beckmann (stellvertretender Einrichtungsleiter), Vorne: Herr Försch, Vytaut Lober (Verputzerfirma Lober), Frau Mauermann (Architekturbüro Mauermann&Brandt), Marion Kastner (Gebäudemanagment DW)... Foto: Isabella Auinger-Herbst, EKJFH

Lange wurde überlegt, geplant, verworfen, umgeplant, dann gebuddelt und gebaut, gewerkelt und geschafft. Nun endlich konnte er eingeweiht und auch gleich genutzt werden – der neue Eingangsbereich der Evangelischen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe (EKJFH) in Grombühl.

Weil dort viele Kinder und Jugendliche leben, haben Gunter Adams, seine Kollegin Heike Kaspers und weitere Beteiligte laut Pressemitteilung versucht, sich in eben diese Kinder hineinzuversetzen. Deshalb haben sie sich bei der Planung nicht nur von gärtnerischen, ökologischen und pflegerischen Ideen leiten lassen, denn Kinder wollen spielen, Spaß haben und sich beschäftigen. Welches andere Element als Wasser wäre dazu besser geeignet? So prägen ein Teich, Wasserspiele der verschiedensten Art und ein kleiner Bachlauf den bepflanzten Vorgarten. Neben dem Wasser sind Rasen, Stauden und Schilf sowie Natursteine aus Muschelkalk die prägenden Elemente des kleinen Biotops.

Bei der Einweihungsfeier waren dann nicht nur die Damen und Herren der Einrichtungsleitung und des Diakonischen Werks Würzburg anwesend, auch Herr Försch kam vorbei, der mit der Geschichtswerkstatt Würzburg Geschichte am Leben erhält und als Grombühler Urgestein und Mitglied der Grombühler Runde nicht fehlen durfte, so die Mitteilung.

Computergesteuerte Wasserfontänen

Natürlich waren allen voran die Kinder und Jugendlichen der Einrichtung da und freuten sich riesig, endlich in dem so lange gesperrten Eingangsbereich toben zu dürfen. Es herrschten 30 Grad im Schatten, da kamen die Wasserfontänen den Kindern gerade recht – es blieb kein T-Shirt trocken und kein Schuh unbewässert. Schließlich zeigten die jungen Menschen mit ihrem Verhalten, dass Adams und seine Kolleginnen genau richtig lagen mit ihrer Idee der Wasserspiele.

Viel Technik wurde verbaut – ein Computer steuert die Fontänen, aus denen Regenwasser kommt, das wiederum in einer 5000 Liter fassenden Zisterne gesammelt wird. Die ausführende Firma H&M Gartengestaltung aus Maidbronn unterstützte die Einrichtung schließlich mit einer Spende von 2500 Euro.

Aber auch das von den Architekten Mauermann + Brandt aus Gerbrunn geplante Vordach sorgte für ein wenig mehr Wohlbefinden in der ersten Hitze des Sommers – es spendete wohligen Schatten. Im Hinblick auf den Stadtteil Grombühl ist zudem erwähnenswert, dass durch die Verdunstung des Regenwassers sich eine Verbesserung des Mikroklimas ergibt und ein Lebensraum für Tiere, besonders Insekten, geschaffen wurde. Nicht zuletzt sorgt der Blick aus den Fenstern im Haus und in der Nachbarschaft auf dieses kleine Biotop für mehr Wohlbefinden, heißt es weiter.

Mehr Wohnqualität

Aber nicht nur der schöne neue Vorgarten der Einrichtung wurde gefeiert, sondern auch die Tatsache, dass der nächste Abschnitt der Wärmedämmung an der Fassade endlich abgeschlossen werden konnte. Die Firma Lober aus Oberalterheim hat ganze Arbeit geleistet und die Einrichtung damit einen Schritt weiter gebracht in Richtung ökologischer Nachhaltigkeit – denn Dämmung spart Ressourcen, die sonst fürs Heizen benötigt würden und reduziert zudem die CO2-Emissionen. Zusätzlich wurde so auch für mehr Wohnqualität in den Räumen gesorgt: es fühlt sich nicht nur gut an, sondern ist aufgrund eines hygienischen Raumklimas auch gesünder, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

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