Würzburg

Was passiert mit den Wahlplakaten in der Stadt?

Die Kommunalwahl 2020 ist vorbei. Dennoch hängen noch einzelne Wahlplakate in der Stadt. Wie lange darf das so bleiben und was geschieht, wenn sie nicht entfernt werden?
Die Kommunalwahl 2020 ist vorbei. Dennoch hängen noch einzelne Wahlplakate in der Stadt. Hier ein Foto der Plakatierung vor der Wahl.
Die Kommunalwahl 2020 ist vorbei. Dennoch hängen noch einzelne Wahlplakate in der Stadt. Hier ein Foto der Plakatierung vor der Wahl. Foto: Daniel Peter

Die Würburger haben entschieden - Christian Schuchardt bleibt der Oberbürgermeister der Stadt. Eine Stichwahl wird es nicht geben. Auch bei den Stadträten steht das Ergebnis fest. Warum sieht man dann immer noch Wahlplakate?

Wo stehen/hängen die Plakate?

Die letzten Wochen wurde das Stadtbild vor allem von Wahlplakaten geprägt. Im gesamten Statgebiet warben die Parteien für sich und ihre Kandidaten. Manche Parteien nutzten diese Art von Werbung mehr, manche weniger. Beispielsweise hat die FDP allein 700 Plakate in der Stadt verteilt, so Andrew Ullmann, Vorsitzender der FDP.  Die Grünen dagegen nur etwa 300. 

Teilweise wurden auch Schwerpunkte, wie zum Beispiel die Altstadt gesetzt. "Hier erreicht man einfach die meisten Menschen", sagt Elias Oppenrieder, Wahlkampfleiter der Grünen.  Aber auch in einzelnen Stadtteilen, wo besonderes Potential gesehen wurde, wurde mehr plakatiert. Laut Wolfgang Roth, Fraktionsvorsitzender der CSU, werbe seine Partei vor allem dort für seine Kandidaten, wo diese wohnen.

Wie lange dürfen die Plakate hängen bleiben?

"Die Parteien haben bis drei Tage nach der Wahl Zeit, ihre Plakte zu demontieren. Am vierten Tag überprüft die Stadt dann, welche Plakate noch nicht entfernt worden sind", sagt Georg Wagenbrenner, Pressesprecher der Stadt Würzburg auf Anfrage dieser Redaktion. Daraufhin werden die einzelnen Parteien angeschrieben, die die Frist nicht eingehalten haben. "Diese werden darüber informiert, dass sie spätestens bis einer Woche nach der Wahl die Plakate abgehängt haben sollten. Danach erlässt die Stadt ein Bußgeld." Die Höhe des Bußgeldes variiere, je nachdem wie viele Plakate noch nicht eingesammelt worden sind.

Halten sich die Parteien an die Regelungen?

"Ich habe schon am Sontagnachmittag angefangen meine Plakate abzuhängen ", erklärt Josef Hofmann, von den Freien Wählern Würzburg. Er stelle hier aber die Ausnahme dar. Bei seiner Partei ist auch jeder Kandidat für den Umfang und die Demontierung seiner Plakate selbst verantwortlich. Bei den anderen Parteien ist das nicht so. Hier sind Pateimitglieder oder Ehrenamtliche dafür zuständig.

Stadtratskandidat Wolfgang Weier hat bereits am Wahlsonntag seine Plakate eingesammelt.
Stadtratskandidat Wolfgang Weier hat bereits am Wahlsonntag seine Plakate eingesammelt. Foto: Wolfgang Weier

Der größte Teil der Plakate ist aber schon verschwunden. Bei der CSU hängen zum Beispiel nur noch die Wahlplakate von Thomas Eberth angesichts der bevorstehenden Stichwahl des Landrates, berichtet Wolfgang Roth. Der Rest soll bis Ende dieser Woche folgen. Darum sind zumindestens alle Parteien, die noch Plakate hängen haben, bemüht. Es kann jedoch zu Verzögerungen aufgrund des Coronavirus' kommen. So auch Elias Oppenrieder von den Grünen :"Der Abbau wird gerade vor allem durch das Coronavirus erschwert."

Gibt es Sonderregelungen wegen des Coronavirus'?

Georg Wagenbrenner: "Es bleibt abzuwarten, wie sich das mit Corona noch entwickelt. Wenn sich die Situation noch weiter verschärft und es wirklich zu einer Ausgangssperre kommt, dürfen dann natürlich auch die Plakate länger hängen bleiben." Genaueres könne man dazu aber noch nicht sagen.

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