Würzburg

Wassernebelduschen: Das sagt das Netz zum CSU-Vorschlag

In Berlin erfrischten sich Bürger in den Wasserduschen. Ob solche auch etwas für Würzburg sein könnten? Foto: Britta Pedersen

Im Ferienausschuss beschloss der Stadtrat am Mittwoch den Antrag von CSU-Stadträtin Sabine Wolfinger zur Installation von fünf Wassernebelduschen in der Würzburger Innenstadt weiterzuverfolgen. Während einer Hitzeperiode Ende Juni hatte sie dazu einen Eilantrag bei der Stadtverwaltung eingereicht, dem die Stadträte jedoch die Dringlichkeit entzogen.

Besonders an heißen Sommertagen, wie es sie im Juli zuhauf gab, wurden die Forderungen danach lauter. Die Entscheidung war mit neun zu sieben Stimmen knapp und sorgte nicht nur im Stadtrat für reichlich Diskussionsstoff. 

Refill-Aktion soll für Abkühlung sorgen

Einige Leser beteiligten sich im Netz an der Diskussion und übten durchaus konstruktive Kritik. Ein User beispielsweise führte an, dass es in der Stadt mittlerweile über 30 Partner gibt, die sich an der Aktion Refill Würzburg beteiligen. Dort können Bürger bei den teilnehmenden Partnern ihre Wasserflaschen oder Becher umsonst auffüllen und so für Abkühlung an heißen Sommertagen sorgen. Erkennen kann man die Refill-Standorte an den blauen Aufklebern, die in teilnehmenden Geschäften kleben. Außerdem gibt es auf der Homepage von Refill-Deutschland eine Karte. 

Im Ferienausschuss diskutierten die Mitglieder des Stadtrats auch eine andere Möglichkeit. Am Kardinal-Faulhaber-Platz soll eine begehbare Wasserfläche, sozusagen eine Art Wasserspielplatz, entstehen. 

"Gerade in Zeiten des Klimawandels und anhaltender Trockenheit kommt dem Trinkwasser eine besondere Bedeutung zu."
Antrag der SPD-Stadtratsfraktion Würzburg

Ebenfalls im Juli stellte die SPD-Stadtratsfraktion im Namen des Vorsitzenden Alexander Kolbow einen anderen Antrag. Dort wurde die Einrichtung von drei öffentlichen Trinkwasserbrunnen am Kardinal-Faulhaber-Platz, dem Marktplatz und dem Barbarossaplatz gefordert. In dem Antrag wird das mit der Bedeutung des Trinkwassers als wichtiges Gut begründet: "Gerade in Zeiten des Klimawandels und anhaltender Trockenheit kommt dem Trinkwasser eine besondere Bedeutung zu", so die Fraktion.

Bei einer Ted-Umfrage auf mainpost.de beteiligten sich Ende Juni 233 Personen. Etwas mehr als die Hälfte fand die Idee von Sabine Wolfinger gut. 40 Prozent der Leser waren dagegen und gut sieben Prozent waren bei dem Thema unentschlossen. 

Für die Umwelthilfe können Nebelduschen helfen

Auch die Meinung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zu diesem Thema interessierte einen Kommentator. Die DUH ist der Meinung, dass der Klimawandel sowieso einen Umbau der Städte verlangt. Neben mehr Stadtgrün durch Bäume und begrünte Fassaden, können dabei auch Maßnahmen wie Hitzewarndienste, Trinkbrunnen, Kühlstuben und möglicherweise auch Wassernebelduschen helfen, so die Umwelthilfe in einer Antwort auf eine Anfrage dieser Zeitung.

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