HAUSEN

Weiden auf die Straße gedrückt

Die umgedrückten Weiden am Katzenbach versperrten am 15. Februar den Flurweg Richtung Jobsthaler Hof. Foto: Irene Konrad

Einen Aufreger gibt es zurzeit in Hausen. Es geht um „Naturfrevel“, eine „ausgeräumte Flur“ und „die Landschaftspflege der Gemeinde“.

Den Stein ins Rollen gebracht hat Heinz-Dieter Hetterich, der als Hundebesitzer täglich in der Flur um Hausen unterwegs ist. Er wandte sich mit seinen Beobachtungen und seinem Frust an Bürgermeister Bernd Schraud und weiß von etlichen Gleichgesinnten seines Anliegens.

Hetterich hatte kürzlich entlang des Katzenbachs zwischen dem Jobsthaler Hof und dem Ortsteil Hausen festgestellt, dass ein Landwirt „mehrere Weidenbäume mit großen Maschinen absichtlich in den Graben und auf die Straße gedrückt hat“. Das sei an tiefen Reifenspuren im Acker deutlich nachvollziehbar. Die Weiden hätten den Landwirt offenbar bei der Feldbearbeitung gestört.

Nach Ansicht des Spaziergängers sollte die Gemeinde den Landwirt abmahnen und ihn auffordern, den Weg wieder frei zu machen. Nun aber haben Bauhofmitarbeiter der Gemeinde Hausen den betroffenen Teil des Grabens ausgeschnitten. Diese Rückschnittaktion der Gemeinde ärgert Hetterich und andere Bürger in Hausen.

Die Bauhofmitarbeiter hätten zunächst die betroffenen Weidenbäume abgesägt und am nächsten Tag die Wurzeln herausgezogen. Die Hecken seien „einfach ganz unten abgesägt worden“. „Unsere Gemeinde pflegt die Natur nicht. Sie verwüstet, wo immer sie mit der Pflege beginnt“, schreibt Hetterich in seinem Beschwerdebrief an Bürgermeister Bernd Schraud.

Es regt ihn auf, dass „der Bauer mit seiner Gewaltaktion ja wohl alles richtig gemacht hat“. Die Gemeinde habe genauso reagiert, wie es sich der Landwirt offensichtlich gewünscht hatte.

Schraud weist diese Vorwürfe zurück. Der Weg habe freigeräumt werden müssen. Und bei den Pflegearbeiten verlasse er sich auf den Sachverstand seiner Bauhofmitarbeiter in Bezug auf den nötigen Rückschnitt und das Wiederausschlagen der Weiden. Es sei wichtig, dass sie regelmäßig komplett zurückgeschnitten werden.

„Wir pflegen laufend und Stück für Stück unsere Gräben in der Gemeinde“, erklärt Schraud. Im betroffenen Fall werde der Besitzer oder Pächter des angrenzenden Feldes selbstverständlich in der Sache gehört und gegebenenfalls in Regress genommen. Das Thema wird demnächst im Gemeinderat besprochen.

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