REGION WÜRZBURG

Wenn B 26n, dann wird abschnittsweise gebaut

Gespräch in der Obersten Baubehörde in München: (von links) Roland Dengelmann, Karl Wiebel, Gerhard Kraft, Matthias Zorn, Wolfgang Rupp, Barbara Meyer und Armin Beck. Foto: BI gegen Westumgehung/B26n

Über den aktuellen Verfahrensstand zur B 26n informierte sich der Vorstand der Bürgerinitiative „Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B 26n bei einem Gespräch in der Obersten Baubehörde in München. Die Vorstandsmitglieder trafen dort laut eigener Pressemitteilung mit dem Leiter der Abteilung Straßen- und Brückenbau der bayerischen Obersten Baubehörde, Karl Wiebel sowie dessen Mitarbeitern Roland Degelmann zusammen.

BI-Vorsitzender Matthias Zorn (Hettstadt) führte eingangs aus, dass die Bürgerinitiative 2500 Einzelmitglieder, 20 Kommunen und 30 Körperschaften des öffentlichen Rechts aus dem Stadt- und Landkreis Würzburg sowie dem Landkreis Main-Spessart vertritt, die gegen den Bau der autobahnähnlichen Bundesstraße eintreten.

Ministerialdirigent Wiebel erläuterte, dass das Bundesverkehrsministerium noch in diesem Jahr den Entwurf einer Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) erarbeiten wolle.

Hierbei würden die beiden angemeldeten Varianten der B 26n (vierstreifig mit Standstreifen und zwei- bzw. drei-streifig) neu bewertet. Auf Grundlage des BVWP wird der Bundestag anschließend über eine Aufnahme der B 26n in die Fortschreibung des Bedarfsplans und gegebenenfalls deren Dringlichkeit entscheiden. Sehr unwahrscheinlich sei, so Wiebel, dass die B 26n in den „Vordringlichen Bedarf plus“ gelange. Der Baubeginn werde wesentlich von der Finanzierung abhängen, zudem sei noch die Planung abzuschließen und Baurecht zu schaffen.

Zu der Auflage des Raumordnungsverfahrens, dass die B 26n „am Stück“ gebaut werden müsse, führte Wiebel aus, dass derartige Großprojekte immer in Teilabschnitten gebaut würden, meist werde auch das Baurecht nur in Teilabschnitten geschaffen.

Armin Beck, Vorstandsmitglied aus Karlstadt, folgerte daraus, dass für einen nicht bestimmbaren Zeitraum erhebliche Verkehrsströme durch die Dörfer fließen werden.

Diskutiert wurde auch die Frage, ob die B 26n im neuen BVWP eine „Platzhalterfunktion“ für eine reduzierte B 26n, beispielsweise mit einer Weiterführung ab Karlstadt zum Teil auf dem bestehenden Straßennetz sein könnte, um den Landkreis Main-Spessart besser zu erschließen.

Roland Degelmann hielt es für unwahrscheinlich, dass die B 26n in ein derart anderes, völlig abweichendes Projekt umgewidmet werden könne. Die BI werde weiter für eine Herausnahme der B 26n aus dem BVWP eintreten, betonte Matthias Zorn. Man wolle bedarfsgerechte Lösungen und einen breiten Konsens.

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