WÜRZBURG

Wenn der Gummistiefel in der Luft rotieren muss

65 Stiefelwerfer fanden sich bei der ersten Würzburger Gummistiefel-Weitwurf-Meisterschaft auf dem Sportplatz Sanderrasen ein. Foto: FOTO Obermeier

Fliegende Stiefel in der Sanderau – so etwas hatte es bislang in Würzburg noch nicht gegeben. Die Deutsch-Finnische Gesellschaft Bayern hatte zur ersten Würzburger Gummistiefel-Weitwurf-Meisterschaft geladen.

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Gummistiefelweitwurf

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Eine Sportart, die in Finnland ins Leben gerufen wurde. Seit 1992 wird Gummistiefelweitwurf sogar als Weltmeisterschaft ausgetragen. Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich am Nachmittag 65 Gummistiefelwerfer auf dem Sportplatz Sanderrasen ein, die allesamt versuchten, den Weltrekord zu brechen. Dieser liegt derzeit bei 65 Metern und wurde im vergangenen Jahr vom Finnen Jukka Vesterinen erzielt.

Ausgetragen wurde die Meisterschaft im Einzel-Werfen und Zweier-Teams. Jeder Teilnehmer hatte drei Versuche, wobei der weiteste Wurf am Ende gezählt wurde. Auch traten die Gummistiefelwerfer gemixt an – ein Unterschied zwischen Frauen, Männer und Kinder wurde nicht gemacht. „In Finnland gibt es feste Regeln bei solchen Meisterschaften“, sagt die Vorsitzende der Bezirksgruppe Würzburg der Deutsch-Finnischen Gesellschaft, Karin Bayha.

1050 Gramm, 44 Zentimeter

Der Stiefel darf beispielsweise nicht schwerer sein als 1050 Gramm und die Schafthöhe nicht über 44 Zentimeter lang. „Die Frauen werfen mit Stiefelgröße 38 und die Männer mit 43. So machen wir es beim heutigen Wettkampf auch“, erzählt Bayha. An den Weltrekord kam an diesem Nachmittag allerdings niemand heran. Viele schafften es kaum zur 20-Meter-Marke. Als Sieger im Einzel-Werfen ging schließlich der 27-jährige Hans Sturm heraus. Sein Stiefel flog 32,70 Meter weit. Zu verdanken habe er den Sieg seiner Wurftechnik, die, wie er findet, beim Gummistiefelweitwurf wichtiger ist, als Muskelkraft. „Man muss versuchen, es so hinzubekommen, dass der Stiefel in der Luft rotiert“, so der Referendar.

Preise gab es für die Bestplatzierten nicht, denn darauf kam es am Samstag nicht an – der Spaß stand im Vordergrund. „Das ist etwas, was man nicht alle Tage tut und eine Veranstaltung für Groß und Klein. Das macht es so besonders“, sagt die Vorsitzende der Bezirksgruppe. Bayha war überrascht über die große Resonanz der ersten Würzburger Gummistiefelweitwurf-Meisterschaft. „Mit 30 Teilnehmern hatten wir gerechnet, dass es nun 65 waren, freut uns sehr.“ Ob es im kommenden Jahr wieder eine Meisterschaft geben wird, wisse sie noch nicht. „Wir denken über eine Handyweitwurf-Meisterschaft nach – die haben nämlich auch die Finnen erfunden.“

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