WÜRZBURG

Wie Kinder Trauer bewältigen

Pferde können trösten! Davon sind die Malteser Kinderhospizhelferinnen Sabine Friedrich (links) und Waltraud Schwarz (rechts) überzeugt. Unterstützt werden sie bei diesem neuen Gruppenangebot für trauernde Kinder und Jugendliche von der Reittherapeutin Nadine Ullrich von der Riedmühle in Tiefenstockheim. Foto: Christina Gold/Malteser

Opa ist tot. Eine Freundin aus der Schule ist tödlich verunglückt. Kinder, die einen nahestehenden Menschen verloren haben, trauern. Oftmals äußern sie ihre Trauer aber nicht, weil sie sehen, dass die Oma, die Eltern in ihrer eigenen Trauer gefangen sind. „Sie haben das Gefühl, stark sein zu müssen“, beschreibt Georg Bischof, Referent für Kinderhospizarbeit bei den Maltesern in der Diözese Würzburg die Zerrissenheit, unter der manche Kinder und Jugendliche in dieser Situation leiden. Oder sie fühlen sich mit ihrem Verlust allein, denn Gleichaltrige verstehen scheinbar nicht, was in ihnen vorgeht. Deshalb gibt es bei den Maltesern schon lange das Angebot von Trauergruppen speziell für Kinder und Jugendliche. „Trauer ist keine Krankheit, sondern die natürliche Reaktion auf Verlust“ betont Georg Bischof: „Und Verlust tut immer weh.“ Das geht aus einer Pressemitteilung der Malteser hervor.

Jetzt gibt es ein neues Projekt, das anders ist als die bisherigen Gruppenangebote: „Zwei ehrenamtliche Kinderhospizhelferinnen werden, unterstützt von einer Reittherapeutin, die eine pferdegestützte Trauergruppe anbieten“, erzählt Georg Bischof. Außerdem wird es eine Gruppe geben, speziell für Kinder und Jugendliche, die sterbenskranke Geschwister in der Familie haben. Deren Situation kann oftmals ebenfalls so belastend und schwierig sein, dass sie Unterstützung brauchen, um ihren eigenen Weg zu finden, mit der Situation umzugehen.

Pferde sind für die Kinder sanfte Gefährten. Sie bewerten nicht und nehmen die Kinder so an, wie sie sind. Im wohltuenden Zusammensein mit einem Pferd und unter fachkundiger Leitung von Malteser- Trauerbegleiterinnen und einer Reittherapeutin, erfahren die Kinder Vertrauen, Mut und Trost. Sie empfinden Geborgenheit und können ihre Gefühle zeigen.

Die Termine finden einmal monatlich ab Ende März in der Riedmühle in Tiefenstockheim statt.

Anmeldung zu diesem kostenlosen Angebot ist ab sofort möglich und nötig, um sich vorab kennenzulernen. Weitere Informationen gibt Malteser Kinderhospizreferent Georg Bischof: Tel. (09 31) 4 50 52 25, hospiz-wue@malteser.org; www.malteser-hospizarbeit-unterfranken.de; www.die-riedmuehle.de

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