Maidbronn

Wie die Verkehrsbelastung rund um Rimpar gesenkt werden kann

Stoßstange an Stoßstange schieben sich die Autos durch Maidbronn. Davon überzeugten sich die SPD-Politiker Volkmar Halbleib und Stefan Wolfshörndl beim Ortstermin. Foto: Traudl Baumeister

Die Staatsstraße von Rimpar über Versbach nach Würzburg ist seit Juni des vergangenen Jahres gesperrt. Die Alternativroute führt durch Maidbronn, das seitdem im Verkehr erstickt, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD. Diese zunehmende Belastung war Thema bei einer Veranstaltung, zu der der SPD-Ortsverein Rimpar Bürger aus dem Ort und den umliegenden Kommunen sowie den Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib eingeladen hatte. Dabei wurde deutlich, dass auch nach Ende der Sperrung die Ortsdurchfahrt Maidbronn hochbelastet bleiben wird.

Bei dem Ortstermin ging es um die Sorgen der Anlieger. Sie befürchten, dass umgeleitete Fahrzeuge nach der Sperrung an der Route festhalten und verkehrspolitische Maßnahmen wie die Sperrung des Würzburger Stadtrings die Strecke belasten könnten. Zudem gehen sie von Verzögerungen bei der geplanten Umgehungsstraße und zusätzlichem Verkehr durch die neue Trasse aus.

In der Diskussion ging es um Lösungen, die die Anwohner entlasten, die Lärm- und Abgasbelastung reduzieren und die Verkehrssicherheit erhöhen sollen. Mit wenigen Maßnahmen könne man schon vor dem Bau der geplanten Umgehungsstraße Abhilfe für die Anwohner der stark frequentierten Kreisstraße von Estenfeld über Maidbronn nach Rimpar schaffen, sagte Halbleib. Er folgte den Anregungen der Bürger, die deutlichere Beschilderungen, dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Kreisstraße und das Beibehalten der bislang provisorischen Ampellösung forderten.

An der Straße in Maidbronn soll ein Blitzer stehen

Wichtig sei eine stationäre Geschwindigkeitskontrolle in Kombination mit einem dauerhaften Tempolimit von 30 Stundenkilometern in der Estenfelder Straße. Das Problem: Während in Baden-Württemberg 1700 stationäre Blitzgeräte im Einsatz sind, seien es in Bayern gerade mal 90. Der Unterschied rühre daher, dass im Freistaat das Innenministerium die Aufstellung genehmigt, während in Baden-Württemberg nur die örtlichen Straßenverkehrsbehörden zustimmen müssen, so Halbleib. Er will sich dafür einsetzen, die Zurückhaltung in Bayern zu ändern. "Natürlich sollen solche Blitzer nicht überall stehen. Aber es gibt eben Straßen, wie die in Maidbronn, wo sie Sinn machen –schon allein aus Sicherheitsgründen."

Neben der Situation in Maidbronn ging es um Konzepte, um dem wachsenden Verkehrsdruck im Würzburger Norden zu begegnen. Halbleib informierte sich über die Einstellungen der Betroffenen und entwickelte Lösungsansätze. 

Es sei sinnvoll, im Hinblick auf die geplanten Umgehungen in Rimpar und Maidbronn die Verkehrssituation im gesamten Würzburger Norden in den Blick zu nehmen, so Rimpars stellvertretender Bürgermeister Harald Schmid (SPD). Deshalb kamen nicht nur Anwohner der stark belasteten Routen und der geplanten Umgehungsstraße, sondern auch die Ortsvereinsvorsitzende Angelika Hechelhammer aus Güntersleben sowie die SPD-Stadträtin Jutta Henzler vertraten ihre Gemeinden.

Halbleib: Den Würzburger Norden berücksichtigen

Die Betroffenen sorgen sich um Belastungen durch drohende Sperrungen des Würzburger Stadtrings, zusätzlichen Verkehr im Bereich der Unikliniken sowie mehr Ost-West-Verkehr durch den Bau der Umgehungen. Verkehrsproblematiken würden stets kontrovers diskutiert, was angesichts unterschiedlicher Interessen verständlich sei, sagte Halbleib. Wichtig sei schon deshalb, alle Bedenken zu hören, abzuwägen und so weit wie möglich in den Planungen zu berücksichtigen.

Die Bürger wünschten sich, dass die vor einem Jahr vom CSU-Abgeordneten und damaligem Staatssekretär Gerhard Eck versprochene Verkehrskonferenz für den Würzburger Norden umgesetzt wird. Auch hierfür will sich Halbleib einsetzen. Es sei wichtig, die Planungen für die Rimparer Umgehung nicht zu stoppen, sondern sich auf Grundlage der Umsetzung mit der weiteren Entwicklung des Verkehrs in der Region auseinanderzusetzen. Einbezogen werden soll auch der Norden Würzburgs. Verkehrsfragen lassen sich nur im regionalen Zusammenhang lösen, betonte Halbleib. Grundsätzlich sehe er maximalen Lärmschutz als verpflichtend an.

Mittelfristig müsse außerdem das Ziel sein, den Individualverkehr zu reduzieren, etwa durch einen besser aufgestellten ÖPNV. Mit Aktionen wie einem Wochenendticket für einen Euro und kostenfreien Fahrten für Kinder und Jugendliche könne man die Akzeptanz erhöhen.

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