Opferbaum

Wie erdbebensicher gebaut wird

Lehrlinge werden in der Schule des Vereins "Schulen für Nepal" ausgebildet. Foto: Rainer Brust

Bei seinem letzten Besuch im März in Nepal konnte Rainer Brust aus Opferbaum, Vorsitzender des Hilfsvereins "Schulen für Nepal", wie jedes Jahr seit 2003 mit Rabindra Puri ihre Schulen, aber vor allem die Berufsschule in Panauti besuchen. Diese Berufsschule hatte zwei Monate vor dem Erdbeben 2015 den Unterricht aufgenommen. Seitdem wurden hier auch Maurer und Zimmerleute mit der Technik für erdbebensicheres Bauen geschult, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die alte Newar Bauweise war durch die Betonbauweise in Vergessenheit geraten, aber von Rabindra Puri wieder mit modernem Material verbunden und eingesetzt. Alle Schulgebäude haben die Erdbeben überstanden. Das hat die Nachfrage für Ausbildungsplätze an der Berufsschule verstärkt.

Aktuell werden 20 Kosmetikerinnen, etwa zehn Schneiderinnen in halbjährigen Kursen ausgebildet. Zehn Schreiner, fünf Steinmetze und weitere fünf Bronzegießer bekommen eine einjährige Ausbildung in der Nepal Vocational Academy in Panauti. Die Kinder des in der Nähe gelegenen SOS-Kinderdorfs haben die Möglichkeit bei den angebotenen Berufen zu schnuppern. Bei Interesse wird ein Stipendium für eine Ausbildung bezahlt.

Bau eines Berufsbildungszentrums hat begonnen

Breits beim Start der Berufsschule hat sich der Verein für ein größeres Grundstück umgesehen, um mehr Schüler aufnehmen und weitere Handwerksberufe anbieten zu können. Nach und nach haben sie 50 000 Quadratmeter auf einem Hügel oberhalb Panautis zusammengekauft und beginnen nun mit dem Bau eines Berufsbildungszentrums.

Leider hat auch in Nepal die Bürokratie zugenommen und den Verein mit ihrem Zeitplan ausgebremst. Die Gemeinde hat bereits die Straße und Strom zum Gelände gebaut, aber ein geologisches Gutachten musste erstellt werden und auf die offizielle Baugenehmigung wird gewartet.

Da die Berufsschule ein staatlich anerkanntes Zeugnis ausstellt, müssen die Lehrpläne für die Berufe von der staatlichen Handwerkskammer genehmigt sein. Auf die Erlaubnis für Elektriker wartet der Verein nun schon fast zwei Jahre. Der Hilfsverein "Schulen für Nepal" ist zuversichtlich, dass sie mit ihrem Schulgebäude in den nächsten Tagen beginnen können. Es hat den Nebeneffekt, dass die jungen Menschen im Land bleiben und bei der Knappheit an guten Handwerkern ein sicheres Einkommen haben. 

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