Wie geht es den Schwarzen in den USA?

Auch 150 Jahre nach der Proklamation der Sklavenbefreiung, mehr als 50 Jahre nach Martin Luther Kings berühmter Rede „I Have a Dream“ und sieben Jahre nach der Vereidigung von Barack Obama zum ersten schwarzen Präsidenten sind die USA nicht frei von rassistischer Gewalt. Brutale Polizeieinsätze gegen Schwarze, Anschläge wie der auf die Emanuel A.M.E. Church in Charleston in South Carolina, bei dem vergangenes Jahr neun Afroamerikaner getötet wurden, dazu massive strukturelle Benachteiligungen – wie ist die Situation für die schwarze Bevölkerung in der US-amerikanischen Gesellschaft?

Nach drei Ausstellungen über die afrikanisch-stämmige Bevölkerung in der Karibik, in Brasilien und in Spanisch-Amerika geht es im Universitätszelt auf dem Africa Festival in diesem Jahr um die Diaspora in den USA: „Black America – die Situation der Afroamerikaner in Vergangenheit und Gegenwart.“ Dr. Karin Sekora, Mitglied im „Forum Afrikazentrum“ der Universität, hat die Ausstellung zusammengestellt.

Geöffnet hat das Uni-Zelt an allen Festivaltagen von 10 bis 20 Uhr.

Ab der Mitte des 17. Jahrhunderts hatten die amerikanischen Kolonien nacheinander Gesetze verabschiedet, die Schwarze und ihre Nachkommen zu Sklaven auf Lebenszeit erklärten. Mit dem Ende des Bürgerkriegs 1865 wurde die Sklaverei formal abgeschafft, die ehemaligen Sklaven waren damit theoretisch gleichberechtigte Bürger. Im Alltag war davon aber auch rund 100 Jahre später nicht viel zu merken: Zur Mitte des 20. Jahrhunderts lebten 55 Prozent der Afroamerikaner unterhalb der offiziellen Armutsgrenze.

Der Soziologe James W. Loewen kam Anfang dieses Jahrhunderts zum Schluss, der Traum einer integrierten Gesellschaft sei ausgeträumt. Beleg für ihn: die „Massenflucht“ der Weißen aus den Städten und ihr Unwillen, mit einer größeren Zahl andersfarbiger Menschen in der Nachbarschaft zusammenzuleben. 2015 war die Wahrscheinlichkeit, von der Polizei getötet zu werden, für einen unbewaffneten Afroamerikaner sieben Mal so hoch wie für einen unbewaffneten Weißen.

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