Glosse

Wie man das Ochsenfurter Festwochenende strategisch plant

Essen, trinken, feiern: Da kommt was zu auf die Ochsenfurter an diesem Wochenende. Foto: Alexander Rüsche, DPA

Haben in der Nacht auch alle gut geschlafen? Prima. Denn nur, wer ausgeruht in dieses Wochenende starten kann, hat auch Chancen, es von vorne bis hinten durchzustehen. Der Terminkalender für den 7. und 8. September gibt nämlich durchaus Anlass zur Sorge, zumindest, wenn man Ochsenfurter ist. Ohne generalstabsmäßige Planung kann das vor uns liegende Pensum an Festen und Veranstaltungen nicht bewältigt werden.

Hopfenzupfen, Ochsenfest mit integriertem Schlachtschüsselessen, Herbstmarkt: Das erfordert Kondition. Wer an allen Programmpunkten teilnehmen will, sollte dringend strategisch planen. Etwa so könnte alles ablaufen: Wollen wir früh morgens über den Flohmarkt im Stadtgraben bummeln, werden wir schon halbwegs ermattet sein, wenn wir um halb zehn zum Hopfenzupfen bei der Kauzen-Bräu einlaufen.

Erholung auf der Picknickwiese

Aber gut. Reißen wir uns zusammen und tauchen, mit dem ersten Bier im Magen, pünktlich zur Ochsenfest-Eröffnung um elf Uhr am Marktplatz auf. Weil wir aber so früh auf den Beinen waren, haben wir jetzt Hunger. Während der Ochs am Spieß seiner Vollendung entgegen brät, wursteln wir uns flugs zum Vorhof durch und kaufen auf dem Wochenmarkt Grünzeug ein. Das schleppen wir eilig nach Hause und sind pünktlich zu einem späten Mittagessen wieder am Marktplatz.

Wenn sich die Portion Ochsenbraten da mal nicht als Fehlplanung erweist: Es gibt ja auch noch die Schlachtschüssel vom OFV auf dem Kirchplatz, und die wollen wir uns keinesfalls entgehen lassen. Nach der doppelten Fleisch-Sause geht nun definitiv nichts mehr. Schwer atmend schleppen wir uns auf die Picknickwiese, wo wir uns für ein halbes Stündchen auf den Rücken werfen und dem Verdauungstrakt Gelegenheit geben, seine Arbeit zu machen.

Ein bisschen Sport beim THW

Nach dem Aufwachen wissen wir: Das gibt Ärger auf der Waage. Also ein bisschen Sport. Beim Ochsenreiten können wir uns austoben und ein paar Kalorien verbrennen. Aber der Rest des Tages erfordert noch einige Energiereserven, die wir deshalb bald wieder auffrischen sollten. Mit etwas Gesundem am besten. Fisch soll ja gesund sein. Gilt bestimmt auch für Steckerlfisch.

Derart gestärkt können wir uns jetzt dem Training der oberen Extremitäten widmen und uns beim THW im Sandsackwerfen üben. So werden im Magen auch wieder Kapazitäten frei für die anderen Spezialitäten, die es noch gibt. Aber weil selbst der tüchtigste Esser irgendwann nichts mehr hinein bekommt, ziehen wir uns die musikalische Abendunterhaltung nüchtern rein – aufgelockert lediglich durch gelegentliche Flüssigkeitszufuhr.

Die Nacht wird in einem komatösen Zustand verbracht, ehe am Sonntag das Angebot auf dem Herbstmarkt gesichtet werden kann. Abends gibt es zur Erholung des Magens nur ein kleines Salätchen mit den Zutaten vom Wochenmarkt, und den Montag, das ist eh klar, den haben wir uns frei genommen.

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