Hettstadt

„Wiesenwichtel“ und „Spaßkiste“ nehmen ihren Betrieb auf

Mit dem Verlegen von Pflastersteinen verrichten die Bauhofmitarbeiter noch Restarbeiten vor Inbetriebnahme des Interimskindergartens in Hettstadt. Einladend schick hingegen wirkt die mit einer so genannten Rhombusschalung versehene Außenfassade der Wohncontainer. Foto: Herbert Ehehalt

Als sich die Gemeinde Hettstadt im Februar dieses Jahres mit dramatischem Platzmangel, sowohl im gemeindlichen wie auch im kirchlichen Kindergarten, konfrontiert sah, war klar, dass etwas passieren mussste. Die Suche nach einem geeigneten Standort ging los.

Bedingt durch gravierend veränderte Buchungszeiten der Eltern und rasant steigenden Geburtenzahlen bestand akuter Bedarf an zusätzlichen Betreuungsplätzen. Diesen behob der Gemeinderat innerhalb kürzester Zeit von nur sechs Monaten. Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres nehmen der Interimskindergarten - das Kinderhaus "Wiesenwichtel" - und die integrierte Mittagsbetreuung "Spaßkiste" in Hettstadts Ortskern am Dienstag, 10 September, ihren Betrieb auf. Am Sonntag, 15. September, sind von 14 Uhr bis 17 Uhr alle Interessierten eingeladen, bei Kaffee, Kuchen  und Pizza das bauliche Werk unter die Lupe zu nehmen.

Schöne Holzvertäfelung der Außenwände

Gegenüber der Herzog-Hedan-Halle in Hettstadts Ortskern entstanden die Wohncontainer.  Foto: Herbert Ehehalt

Weder von außen, noch von innen betrachtet lässt sich erahnen, dass es sich beim neuen Kinderhaus "Wiesenwichtel" um eine praktikable Container-Lösung handelt. Freundlich einladend wirkt die Holzvertäfelung der Außenwände. Eine so genannte Rhombusschalung verleiht dem Flachdach-Bau modernen Schick. Auf der Freifläche sind bereits die Spielgeräte installiert, auf denen in wenigen Tagen schon die kleinen Hettstadter ihren Spaß haben werden.

Einige Tage vor der Inbetriebnahme der Räumlichkeiten herrscht freilich noch geschäftiges Treiben der verschiedenen Handwerker. "Die Container wurden schließlich erst Mitte August angeliefert. Alle Bauhof-Mitarbeiter sind gefordert, um die letzten Arbeiten vor der Eröffnung erledigen zu können", berichtet stellvertretender Bürgermeister Volker Amon (UBH). Während sich Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher (CSU/UBH) im Urlaub befindet, laufen bei ihrem Stellvertreter im wahrsten Sinne die Drähte heiß, in der mit Hektik verbundenen finalen Bauphase.

Die Küchenzeilen sind montiert, Restarbeiten müssen im Innern noch verrichtet werden.   Foto: Herbert Ehehalt

Adäquater Standort in der Schulstraße

Bei aller Dringlichkeit zur Schaffung neuer Betreuungsplätze gab es für den Gemeinderat nur eine einzige Alternative. Auf der Suche nach Expansionsmöglichkeiten zur vorübergehenden Schaffung von Betreuungsplätzen wurden verschiedene Freiflächen im Ortsgebiet geprüft. Wegen der auch für die Mittagsbetreuung erforderlichen Räume war allerdings die Nähe zur Grundschule oberstes Gebot. Auf der grünen Wiese eines Spielgeländes gegenüber der Herzog-Hedan-Halle in der Schulstraße fand sich ein adäquater Standort. Aufgrund des zeitlichen Drucks einer möglichst schnellen Realisierung erschien zudem nur eine Container-Lösung als sinnvoll.

Für die vier benötigten Funktionseinheiten aus jeweils Gruppenhauptraum, Nebenraum und Sanitärraum ergab sich zusätzlich zu Technik- und Verbindungstrakt ein Bedarf von 28 Containern. Zwölf Krippenplätze, 24 Kindergartenplätze und 60 Plätze zur Mittagsbetreuung der Grundschüler stehen nun hier zur Verfügung.

Auf der Freifläche des Interimskindergartens sind bereits die Spielgeräte installiert, auf denen in wenigen Tagen schon ... Foto: Herbert Ehehalt

Der Gemeinderat beschloss, die Wohncontainer als Interimslösung käuflich zu erwerben, statt sie zu mieten. Die hierfür entstandenen Gesamt-Investitionskosten belaufen sich laut Amon auf rund 1,2 Millionen Euro. "Ob die Gemeinde in den Genuss von Fördermitteln kommt, ist noch nicht geklärt", sagte er.

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