Würzburg

Winterausstellung regionaler Künstler im Spitäle

Udo Breitenbachs Krippe eignet sich als alternatives Präsent zum Fest des Friedens. Foto: Joachim Fildhaut

Die vorweihnachtliche Gruppenausstellung unterfränkischer Künstler in der Galerie Spitäle an der Alten Mainbrücke bietet wenig für die gedrechselte Eichenschrankwand. Auch die gefälligsten Werke  – alle sind verkäuflich – erfordern als künftiges Umfeld moderne, zeitlose Wohnräume. Manches eignet sich kaum als Geschenk. Warum so unkommerziell, und das in einer der besten Geschäftslagen ausgerechnet zur Weihnachtszeit?

"Wir wollen auch mit der Winterausstellung zeitgenössische regionale Kunst interessant machen", sagt Sabine Warmke-Wagner, die zweite Vorsitzende der Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens (VKU), die das Spitäle betreibt. Sie fährt fort: "Das kann man nicht mit Kunsthandwerk vom Weihnachts- oder vom Supermarkt." Außerdem denkt der Verband mit seinen knapp 200 Mitgliedern (von der Architektin bis zum Zeichner) an die Zukunft: "Wir wollen mehr junge Künstlerinnen und Künstler für den VKU begeistern." Das geht mit einer allzu kommerziellen, dekorativen Ausrichtung nicht so gut.

20 Kunstschaffende wählte eine Jury heuer aus, den ersten zehn davon gehören die ersten beiden Adventswochen, danach wird umgehängt. Dieses Prinzip hat sich nun schon seit vielen Jahren bewährt, auch dass der künstlerische Rahmen tauglich bleibt für die abendlichen Auftritte von Kindern der Sing- und Musikschule (dienstags bis donnerstags um 18.30 Uhr). Die Auswahlkriterien der vertretenen Künstler umreißt Warmke-Wagner: "Wer war lange nicht dabei? Wer will unbedingt? Wer will schon lange unbedingt?" Außerdem achtet man schon früh beim Zusammenstellen der Werke darauf, dass sie zueinander passen.

Das ist in der ersten Staffel der Fall. Hier breiten Bilder innerer und vor allem äußerer Landschaften einen künstlerischen Raum aus, in dem sich einige Menschendarstellungen und abstrakte Formen entfalten können. Der Platz in der alten Kapelle reicht immerhin für zwei bis sieben Arbeiten pro Aussteller. "Ein Künstler", erklärt VKU-Vorsitzdende Sabine Warmke-Wagner, "kann sich nur dann angemessen präsentieren, wenn er einen entsprechenden Raum dafür bekommt."

Bis 15. Dezember sind vertreten: Sibylle Braune, Udo Breitenbach, Hugo Durchholz, Erhard Löblein, Friedhard Meyer, Rainer Radon, Ulrike Scheb, Franca Tasch, Petra Winkelhardt und Franz Wörler.

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