WÜRZBURG

Winzerverein um Bestand des Zehntkellers besorgt

Vorsitzender Florian Hofmann (von links) zeichnet langjährige Vereinsmitglieder aus: Hubert Wohlfahrt und Herta Fesel für 40 Jahre, Rudolf Seifert und Albin Hupp (nicht im Bild) bekamen für 50 Jahre die silberne Vereinsnadel. Rechts Marianne Wagner vom Vorstand und Weinprinzessin Alexandra Hutka.
Vorsitzender Florian Hofmann (von links) zeichnet langjährige Vereinsmitglieder aus: Hubert Wohlfahrt und Herta Fesel für 40 Jahre, Rudolf Seifert und Albin Hupp (nicht im Bild) bekamen für 50 Jahre die silberne Vereinsnadel. Rechts Marianne Wagner vom Vorstand und Weinprinzessin Alexandra Hutka. Foto: Günter Müller

Seinen 159. Winzerjahrtag feierte der Winzerverein Heidingsfeld. Nach dem Gottesdienst, unterstützt von den Laurentius-Musikanten, ging es mit einem Festumzug in den Pfarrsaal Laurentius, wo viele Vertreter der Politik und elf Weinprinzessinnen, darunter die Heidingsfelder Prinzessin Alexandra Hutka, mit den Winzern feierten. Gekommen war auch die Fränkische Weinkönigin Silena Werner, die einen Scheck über 500 Euro für ihre Spendenaktion zugunsten der Kinderkrebsstation Regenbogen an der Uni Würzburg entgegennehmen dufte.

Vorsitzender Florian Hofmann ging in einer kritischen Rede auf den nötigen Wandel des Vereins ein. Die Zahl der Weinbaubetriebe sei wie überall auch in Heidingsfeld stark rückläufig, doch habe sich die Zahl der Mitglieder nicht wesentlich verändert.

Altersstruktur verjüngt

Eine der wichtigsten Änderungen in der Geschichte des Winzervereins sei die Öffnung nach außen gewesen. So können heute alle Mitglieder werden, die Freude am Wein und an der Gemeinschafts haben. Stark verändert habe sich auch die Vorstandschaft. Die Altersstruktur habe sich verjüngt, und der Anteil der Frauen im Vorstand sei auf über 50 Prozent gestiegen. Vor 25 Jahren sei noch keine einzige Frau im Vorstand gewesen.

Strukturell habe sich der Winzerverein von einer Selbsthilfevereinigung zur Standesvertretung ausgeweitet und sich zum Kulturträger weiterentwickelt. So gehöre zu seinen Tätigkeiten die Inszenierung der Weinprinzessin als Kulturträger und Symbolfigur für Heidingsfeld und Würzburg, die Pflege der Weinbergskapelle, der Ausbau des Zehnthofes zum Vereinsdomizil, die Einrichtung eines Weinlehrpfades und die Sanierung des Kalkofens, der Winzertag als Traditionsveranstaltung, das Weinfest als eines der schönsten Feste in Heidingsfeld, die Nachtweinwanderung und das Glühweinglüh'n kurz vor Weihnachten.

Wie gehts weiter mit Zehntkeller?

Die wichtigste Frage für die Vorstandschaft sei derzeit, wie es mit dem Zehntkeller bei zunehmendem Verfall des Areals weitergeht. Hier bat Hofmann die anwesenden Politiker um „Maximale Unterstützung“.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft bekamen Albin Hupp und Rudolf Seifert die silberne Vereinsnadel. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Herta Fesel und Hubert Wohlfart ausgezeichnet, 25 Jahre Mitglied sind Günter Lick, Britta Schaefes und Peter Walk.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Heidingsfeld
  • Heidingsfeld
  • Weinbaubetriebe
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!