WÜRZBURG

„Wohnen für Hilfe“ als Vorbild für Bayern

Zu einem Gedankenaustausch zum Projekt „Wohnen für Hilfe“ traf sich der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Fahn (Aschaffenburg, Freie Wähler und Stimmkreisbetreuer von Würzburg) mit den Initiatoren Stefan Weber vom Caritasverband, Michael Ullrich vom Studentenwerk Würzburg, Studentenpfarrer Burkard Hose und Projektleiterin Miriam Gawenda.

Das Konzept: Senioren bzw. Familien, die über zusätzlichen Wohnraum verfügen, stellen Studenten diesen zur Verfügung und erhalten im Gegenzug dafür Hilfeleistungen im Haushalt, bei der Gartenarbeit oder bei der Betreuung von Kindern.

Ausgehend von diesen notwendigen Betreuungsleistungen gepaart mit der Wohnungsnot für Studierende hatte die Caritas 2011, diese Maßnahme in Kooperation mit der Hochschulgemeinde ins Leben gerufen.

60 Partnerschaften vermittelt

Projektleiterin Mirjam Gawenda stellte heraus, dass „Wohnen für Hilfe“ ohne umfassende ehrenamtliche Begleitung nicht möglich wäre. Bis zu 20 Stunden monatlich leisten die ehrenamtlichen Begleiter, wo sie vor allem in den Bereichen Wohnungssuche, Studentengespräche, Vermittlerdienste und Öffentlichkeitsarbeit tätig sind. Das Zusammenleben dieser Zweckgemeinschaften nach vorgegeben Regeln der Betreiber gestaltet sich nahezu problemfrei. Die Finanzierung dieses Projektes ist bis Ende 2016 gesichert. Seit 2011 wurden fast 60 Wohnpartnerschaften vermittelt, wobei Gawenda betonte, dass Qualität vor Quantität stehe.

Nicht nur im Bereich der Wohnraumbeschaffung sieht man sich von Seiten der Initiatoren bestätigt, auch der Betreuungsfaktor für Kinder und Senioren hat einen hohen Stellenwert. Bis in Bereiche wie Klöster sei man vorgedrungen, die sich dieser Maßnahme als Wohnraumanbieter angeschlossen haben. Wünschenswert wäre noch eine Kooperation mit Behinderten- und Senioreneinrichtungen, da hier noch ein gewisser Ergänzungsbedarf besteht.

MdL Fahn machte deutlich, dass er die Politik gefragt sieht, dieses Projekt zu unterstützen. Es sei wichtig, dass dieses Modellprojekt öffentlichkeitswirksam dargestellt werde, um viele Nachahmer zu finden. Fahn erwähnte, dass Wohnen für Hilfe bereits vom Sozialministerium als „gutes Beispiel“ für generationsübergreifendes Wohnen dargestellt werde. Dennoch wolle man noch nachlegen, so Fahn, zum Beispiel in Form eines „Parlamentarischen Abends“ zu diesem Thema im Landtag, um eine bayernweite Multiplikatorenwirkung zu entfachen.

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