FRICKENHAUSEN

Wohnen, wo jetzt noch gebüffelt wird

Herbstzeit-, aber noch keine Endzeitstimmung an der Frickenhäuser Schule. Zwar ist der eigene Grundschulstandort aufgelöst. Das Gebäude wird aber noch für den Unterricht von Dritt- und Viertklässlern aus der Verwaltungsgemeinschaft genutzt, so lange die Eibelstadter Grundschule s... Foto: KLAUS L. STÄCK

Die „eigene“ Grundschule gibt es nicht mehr. Der Grundschulverband mit Ochsenfurt ist aufgelöst und Frickenhausen hat sich mit dem Verband in Eibelstadt zusammen getan.

Wegen der langfristigen Kostenbelastung hatte der Gemeinderat im vergangenen Jahr nach vielen Diskussionen die Aufgabe des Schulstandorts beschlossen. Trotzdem wird im Schulhaus noch Unterricht gehalten.

So lange die Sanierung der Grundschule in Eibelstadt andauert, werden alle dritten und vierten Klassen aus der Verwaltungsgemeinschaft - also Eibelstadt, Sommerhausen, Winterhausen und Frickenhausen - in Frickenhausen unterrichtet.

Um das Gebäude für diesen Zweck nutzen zu können, musste inzwischen auch Geld ausgegeben werden. In der Frickenhäuser Bürgerversammlung berichtete Gemeindeoberhaupt Reiner Laudenbach auch über mögliche Entwicklungen für die Zukunft.

Das Frickenhäuser Schulgebäude sei zwar in die Jahre, aber nicht heruntergekommen, zeige sich vor allem im Innern sehr gepflegt. Aber einige Verbesserungen mussten getroffen werden, die den immer weiter ausufernden Sicherheitsvorschriften geschuldet sind.

Auf dem Pausenhof war aus Sicherheitsgründen ein neuer Asphaltbelag erforderlich. In der Turnhalle mussten Leitern und andere Einrichtungsgegenstände entfernt werden, um Verletzungsgefahren für Kinder auszuschließen. Ungefähr 8000 Euro Kostenaufwand fielen an.

Laudenbach machte aber auch Gegenrechnungen auf. Denn im Verband mit Eibelstadt würden Kosten auf den Nenner von 200 Schülern verteilt und nicht mehr wie früher auf 30 bis 40. Allein dadurch habe Frickenhausen bisher schon rund 40 000 Euro gespart.

Mit der Neugliederung der Grundschule herrscht aber noch keine vollständige Zufriedenheit. Die Erst- und Zweitklässler aus Frickenhausen müssen bereits um 7.15 Uhr in den Bus zum Unterrichtsort Eibelstadt einsteigen. Das sei zu früh, meinten Eltern.

Wie Reiner Laudenbach ausführte, sollten die Schulleitung und der Elternbeirat gemeinsam selbst über eine Verbesserung nachdenken. Dies sei der Vorschlag des Eibelstadter Bürgermeister Markus Schenk gewesen, der gleichzeitig Schulverbandsvorsitzender ist. Weiterhin wurde in der Bürgerversammlung kritisiert, dass dem Schulbus von Frickenhausen nach Eibelstadt auf der eigens eingerichteten neuen Route in der Weingartenstraße öfters wegen ungünstig abgestellter Lastwagen der Weg versperrt sei. Das Problem sei momentan akut im Zusammenhang mit den Baustellen für die Breitbandverkabelung.

Die Frage, was nach der Nutzung für den Unterricht aus dem Frickenhäuser Schulgebäude werden soll, beschäftigte auch in der jüngsten Bürgerversammlung. Der Bürgermeister berichtete, dass schon mehrere Investoren Interesse gezeigt hätten. Bevorzugt worden seien dabei Ideen für neuen Wohnraum in dieser durchaus attraktiven Lage.

Die Gemeinde strebt einen Verkauf der Schule an. Der dadurch zu erzielende Erlös könnte Grundstock für eine dringend benötigte Sporthalle sein, die am TSV-Gelände am „Geheu“ entstehen soll. Wegen der Halle werde im kommenden Jahr eine Besprechung mit allen interessierten Vereinen stattfinden, kündigte der Bürgermeister an.

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