Würzburg

Wolfram Fischer (FDP): Er setzt auf Digitalisierung

Wohnen auf dem Land, digitale Bürgerdienste und die Förderung des Mittelstands: Der Landtagskandidat der Würzburger FDP, Wolfram Fischer, erklärt seine Ziele. 
Wolfram Fischer (FDP) beim Gespräch in der Marina-Hafenbar: Er setzt sich unter anderem für die Abschaffung der Grunderwerbssteuer für die erste, selbst genutzte Immobilie ein. Dita Vollmond

Wolfram Fischer kennt die Region. Er ist gebürtiger Würzburger und heimatverbunden. "Oft cruise ich mit meiner Oldtimer-Harley durch den Landkreis und tauche in die Natur und die Dörfer ein", erzählt er im entspannten Ambiente in der Marina Hafenbar. Er tritt dafür ein, dass die Infrastruktur im ländlichen Raum verbessert wird, damit das Wohnen im Landkreis wieder attraktiver ist. "In der Stadt ist Wohnraum knapp geworden, so dass es gerade für junge Familien attraktiv sein sollte, auf dem Land zu wohnen. " 

Sein Anliegen: Bauland muss bezahlbar sein, der Öffentliche Personennahverkehr soll ausgebaut werden und Einkaufsmöglichkeiten müssen vorhanden sein, zum  Beispiel durch Dorfläden. "Die ärztliche Versorgung ist durch Ärztehäuser denkbar. Und natürlich muss es genügend Krippen-und Kindergartenplätze geben."

Dem 60-Jährigen ist der derzeitige Mangel an Kita-Plätzen, besonders im Stadtgebiet Würzburg, bewusst, "daran müssen wir arbeiten und auch die Öffnungszeiten der Kitas länger und flexibler gestalten". Gleichzeitig müssten die Plätze für die Mittagsbetreuung von Schulkindern zügig ausgebaut werden. Um den Erwerb eines Eigenheimes generell lukrativer zu gestalten, fordert der FDP-Mann die Abschaffung der Grunderwerbssteuer für die erste, selbst genutzte Immobilie.  

Digitalisierung - ein FDP-Thema

Fischer weist auch darauf hin, dass die FDP bei bestimmten Themen schon vor vielen Jahren vorne lag: "Von Anfang an haben wir uns der Digitalisierung verschrieben. Viele Behördengänge könnten schon längst online und damit rund um die Uhr bequem von zu Hause aus erledigt werden." Dafür brauche es natürlich den flächendeckenden Ausbau der digitalen Infrastruktur. Ein neues Digitalisierungsministerium soll zudem Kompetenzen bündeln.

Wolfram Fischer (FDP), LTW-Kandidat Wü Stadt, Ressort Wü-Stadt Foto: Mainpost Wolfram Fischer

Durch den Abbau von Bürokratie entstehen auch attraktivere Bedingungen für Investitionen und für Gründer eines Start-Ups, sagt Fischer. Beim Thema Steuern und Abgaben sei gerade die Mitte der Gesellschaft in den vergangenen Jahren zunehmend belastet worden: "Hier müssen wir den Menschen etwas zurückgeben."  

Nichts tun ist nicht Fischers Ding 

Fischer beschreibt sich selbst als umtriebigen Menschen. Die Füße hochlegen und nichts tun sei nicht sein Ding. Er ist gelernter Zahntechniker, Pflegehelfer, Einzelhandelskaufmann, hat vor vielen Jahren eine Firma im Textilbereich gegründet und arbeitet seit drei Jahren auch als Immobilienmakler.    

Sein politisches Engagement begann er 2013, als die FDP bei den bayerischen Landtagswahlen mit nur 3,2 Prozent der Stimmen ein Debakel erlebte und den Einzug in den Landtag verpasste. "Ich dachte, dass Deutschland die Parteienvielfalt braucht." In der FDP fühle er sich als Freidenker willkommen.

Unter anderem mit der Forderung nach zeitgemäßen Ladenschlussregelungen, mit flächendeckenden Gründerzentren und der besseren Ausstattung von Berufsschulen will er seine Wähler überzeugen.   Und mit dem Willen, jeglicher Form des politischen Extremismus entgegen zu treten. "Ich bin mir sicher, dass es diesmal für die FDP  mit dem Einzug in den Landtag klappt", sagt er kämpferisch.     

Steckbrief
Name: Wolfram Fischer 
Alter: 60
Beruf: Gelernter Einzelhandelskaufmann und Zahntechniker. Selbstständiger Kaufmann in der Textilindustrie und Immobilienmakler.
Partei: FDP 
Wohnort: Würzburg
Familienstand: ledig

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